Österreich ist Kernland des „europäischen Streuobstgürtels"
Die EUROPOM, die größte Obstsortenausstellung Europas, kommt heuer erstmals nach Klosterneuburg. Erwartet werden mindestens 17 teilnehmende Staaten, die mehrere tausend Sorten präsentieren. Mit dieser Ausstellung bietet EUROPOM eine Plattform mit einer Fülle an Informationen, die in den letzten Jahren bis zu 15.000 Besucher verzeichnen konnte.

Bild: europom
Erhalten durch Nutzen
Zielpublikum sind Konsumenten, Produzenten, Private und Sortenerhalter des nicht-öffentlichen und öffentlichen Bereichs. Nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder und Jugendliche werden mit originellen Programmen über den Nutzen einer vielfältigen Kulturlandschaft sowie den Mehrwert von Agrobiodiversität für Erzeuger und Genießer informiert.
Die Leistungsschau der Mitgliedsorganisationen, die sich mit den Themen Biodiversität und Erhaltung von Produktions- und Produktvielfalt europaweit auseinandersetzen, bietet nationale und internationale Besonderheiten vielfältigster Obstarten.
Erhaltung wertvoller Kultulandschaften
Österreich ist Kernland des „europäischen Streuobstgürtels“, welcher sich von den britischen Inseln über Westeuropa und den Alpenraum bis nach Rumänien und das Schwarze Meer zieht; und als solches ist es mit Streuobstwiesen und extensiven Obstgärten maßgeblich für die Erhaltung dieser Kulturlandschaft beteiligt.
Die Erhaltung und Vermehrung der Sortenvielfalt ist ein unermesslicher Beitrag zu Kultur, Kunst und Geschichte, im Wunsch der Konsumenten nach Abwechslung, für die Zukunft für die heimische Produktion und zu Biodiversität und Klimaschutz.
Rückblick
Seit 1989 werden in Europa internationale Obstsortenausstellungen für alte und
seltene Obstsorten unter dem geschützten Namen EUROPOM durchgeführt. Ausgehend von den beiden Organisationen „Nationale Boomgaardenstichting vzw“ (Belgien) und den französischen „Les Crocqueurs de Pommes“ (Frankreich), haben sich seit dem Beginn immer mindestens sechs Staaten (Belgien, Deutschland, Frankreich, England, Schweiz, Niederlande) an den Ausstellungen beteiligt. Es wurden jeweils mindestens 1300 Sorten ausgestellt. Die durchschnittliche Besucherzahl lag bisher zwischen 8000 und 15000 Besuchern.
Seit 2005 hat die Ausstellung an Breite und Größe noch mehr zugelegt. Die Zahl der beteiligten Länder stieg von sechs auf 15, 2011 sogar auf 18 teilnehmende Staaten (Rumänien, Österreich, Italien kamen dazu).
Die Sortenzahl hat sich auf mehrere Tausend erweitert. Neben den individuellen Rahmenprogrammen wird auch eine pomologische Fachtagung mit abschließender Publikation stattfinden.
Österreich seit 2005 mit dabei
Seit 2005 beteiligt sich Österreich jedes Jahr an der EUROPOM mit ca. 100 – 150 Obstsorten und bis zu vier Fachleuten. Das Obst wurde u. a. von der Universität für Bodenkultur und dem LFZ Klosterneuburg zur Verfügung gestellt. Daneben haben sich aber immer schon regionale Genbanken (Kärnten, Oberösterreich und Niederösterreich) mit Früchten beteiligt. Für Österreich ist Fr. DI Diana Katharina (ARGE Streuobst) im Europom-Konsortium vertreten.
Vom 26. bis 28. Oktober 2012 findet die Europom 2012 in Klosterneuburg statt.


















Kommentar hinzufügen