Montag 20. Mai 2013, 10:02

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Österreich beteiligt sich nicht an EU-Mali-Mission

Österreich will sich nach Worten von Verteidigungsminister Darabos nicht an der geplanten EU-Trainingsmission zur Ausbildung der Streitkräfte in Mali beteiligen. "Das ist nicht das Thema Österreichs derzeit. Wir haben die Hotspots am Balkan und im Nahen Osten", sagte Darabos am Montag vor einem Treffen der EU-Verteidigungsminister in Brüssel. Die Kämpfe im Norden Malis gingen indes weiter.

Darabos hat andere Schwerpunkte
Darabos hat andere Schwerpunkte
Bild: APA

"Grundsätzlich ist diese Mission zu begrüßen, allerdings sind noch Details zu klären, auch auf europäischer Ebene", sagte Darabos. Er wies darauf hin, dass es sich um eine Trainingsmission der EU, und nicht um einen Kampfeinsatz handle.

Nach Angaben von Darabos wird die EU-Trainingsmission 170 Ausbildner und 70 weitere Personen umfassen. Die EU will damit die Armee des westafrikanischen Landes im Kampf gegen die islamistischen Rebellen im Norden unterstützen.

Unterdessen lieferten sich radikale Islamisten und Kämpfer einer separatistischen Tuareg-Bewegung am Montag erbitterte Gefechte im Norden von Mali. Kurz zuvor hatten die Islamisten der Bewegung für Einheit und Jihad in Westafrika (MUJWA) nach eigener Darstellung die vollständige Kontrolle über die Region Gao im Norden übernommen. Die MUJWA-Kämpfer und die Tuareg stießen am Montag in der Nähe von Menaka, rund 1.500 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Bamako, zusammen.

Etwa zwei Drittel des westafrikanischen Landes stehen seit Monaten unter der Kontrolle von separatistischen Tuareg oder Radikalislamisten. Die westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS hat die Entsendung einer Kampftruppe beschlossen, die der Regierung in Bamako bei der Rückeroberung dieser Gebiete helfen soll. Die EU will Militärausbilder nach Mali schicken.


 




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