Sonntag 26. Mai 2013, 01:10

Global

Obama oder Romney – auf der Zielgerade ins Weiße Haus

Präsident Barack Obama hat bei der letzten Diskussionsrunde Mitt Romney stark herausgefordert als es um Außenpolitik ging. „Jedes Mal ist es nun passiert, dass Sie Meinungen präsentiert haben die falsch waren“, sagte Obama zu Romney. Dieser antwortete: „Mich anzugreifen ist nicht das Thema, wenn wir über diese gefährlichen Teile der Welt sprechen.“

Präsident Barack Obama hat bei der letzten Diskussionsrunde Mitt Romney stark herausgefordert
Präsident Barack Obama hat bei der letzten Diskussionsrunde Mitt Romney stark herausgefordert
Bild: Official White House Photo by Pete Souza
Dieses Mal haben sich die beiden Kontrahenten nichts geschenkt, Obamas Erfahrung hatte Űberhand gegenüber Romney’s verbalen Ausritten.
Romney hatte dann auch die Offensive an sich gerissen, als er Obama vorwarf, dass die schwammigen Sanktionen gegen den Iran nichts anderes gebracht hätten, als den Iran vier Jahre näher an die Atombombe. Die USA sollten mehr getan haben.

Sollte der Iran Israel angreifen wird die USA sicherlich Israel unterstützen, waren sich beide einig.
Beide sagten auch, sie würden keinesfalls in Syrien direkt intervenieren, die Tage Assads seien gezählt und man werde sehen wie die neue Regierung aussehen wird.

Die restliche Diskussion war eine Wiederholung der Meinungen über die Wirtschaft, Energie, Bildung und regionale Themen. An Inhalt und Qualität um vieles besser als die zwei vorangegangenen, was hat sich sogleich in den Meinungsumfragen bestätigte, die anschließend durchgeführt wurden.

Knappe Entscheidung durch Swing States

Obama hatte stark aufgeholt gegenüber dem Einbruch nach der ersten Debatte und einen kleinen Sieg in der zweiten errungen.
Eine Umfrage von CNN hat ergeben, dass 48% der Meinung waren Obama war besser und 40% billigten dies Romney zu.
Obama hatte die Erwartungen überschritten und gerade in den sogenannten „Swing States“ aufgeholt.
„Swing States“ sind jene Staaten, bei denen keine klare Führung von Demokraten oder Republikanern erkennbar ist. Dort bestimmen die Wechselwähler, welche Wahlmänner die Mehrheit gewinnen. Diese Wahlmänner stehen dann für die Direktwahl des Präsidenten.
Besonders Ohio als Swing State mit vielen Wahlmännerstimmen könnten so den Ausgang der Präsidentenwahlen beeinflussen, insbesondere weil es diesmal sehr knapp werden wird.

Während man in Europa mehr Obama zugeneigt ist, gibt es in den USA gerade in industriellen Gebieten mehr Romney Unterstützer.

Millionen sind kein Handicap

Die Denkweise der Amerikaner ist zuerst in Richtung Wirtschaft und nicht zum Sozialstaat orientiert. Amerika ist immer noch das Land der Unternehmer, weil diese Arbeitsplätze schaffen und nicht der Politiker, die nie eine Firma aufgebaut und geleitet haben.
So der allgemeine Tenor und der Kern eines jeden Amerikaners. Der  wesentliche Mentalitätsunterschied zwischen Europäern und Amerikanern besteht darin, dass in den USA ein Kandidat bewundert wird, der es wirtschaftlich zu etwas gebracht hat, wie Romney, der Millionen erwirtschaftet hat und man nicht mit Neid betrachtet, wenn jemand in Luxusautos herumfährt, sondern darin das erkennt, was man auch selbst erreichen will.

Helmut Heiss, Korrespondent USA

 


 




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