Neues Gesundheitsprogramm zur Bekämpfung von HIV und Tuberkulose
Andris Piebalgs, EU-Kommissar für Entwicklung, wird bei seinem Südafrika-Besuch vom 13. bis 16. September die Entwicklungszusammenarbeit EU-Südafrika erörtern und Schlüsselprojekte besuchen. Während seines Aufenthalts wird er gemeinsam mit dem südafrikanischen Gesundheitsminister den Startschuss für ein von der EU finanziertes umfangreiches Gesundheitsfürsorgeprogramm geben, mit dessen Hilfe die südafrikanische Regierung mehr Menschen Zugang zu besseren Gesundheitsdiensten bieten kann.
Andris Piebalgs
Bild: Europ. Union
Start eines 126-Mio.-EUR-Programms für bessere Gesundheitsfürsorge
Das von der EU finanzierte, mit 126 Mio. EUR ausgestattete Sektor bezogene Unterstützungsprogramm für das Gesundheitswesen soll zur Steigerung der Lebenserwartung, zur Verringerung der Mütter- und Kindersterblichkeit und zur Bekämpfung von HIV/AIDS und Tuberkulose beitragen. Zu diesem Zweck wird die südafrikanische Regierung und vor allem der Gesundheitsminister bei der Verbesserung des Zugangs von Patienten zur medizinischen Versorgung und der Steigerung ihrer Qualität sowie der Verbesserung der Verwaltung des Gesundheitssystems auf Bezirksebene unterstützt
EU-Kommissar Piebalgs hierzu: „Ich begrüße Südafrikas Anstrengungen zur Verbesserung des Zugangs seiner Bürger zur medizinischen Versorgung sowie zur Steigerung ihrer Qualität, vor allem im Hinblick auf die Bekämpfung von HIV/AIDS. Dennoch bleibt noch viel zu tun. Mit einem der weltweit größten EU-Gesundheitsprogramme zeigen wir, dass wir das Leben der Menschen spürbar verbessern wollen: die Mütter- bzw. Kindersterblichkeit verringern, Krankheiten wie HIV/AIDS und Tuberkulose bekämpfen und die Lebenserwartung erhöhen.“
Vor seiner Ankunft in Südafrika erklärte Kommissar Piebalgs: „Südafrika ist ein wichtiger strategischer Partner für die EU und nimmt auf dem afrikanischen Kontinent eine wirtschaftliche und politische Führungsrolle ein. Die EU hat das Land bislang mit 140 Mio. EUR jährlich zuverlässig dabei unterstützt, Hunderttausenden von Haushalten Zugang zu Wasser und Sanitäranlagen zu verschaffen, Pandemien zu bekämpfen und Arbeitsplätze zu schaffen. Dennoch steht das Land angesichts der Tatsache, dass weite Teile der Bevölkerung weiterhin in Armut leben, vor großen Herausforderungen. Ich bekräftige unser weiteres Engagement bei der Suche nach innovativen Möglichkeiten der Zusammenarbeit für die weitere Unterstützung der Bevölkerung Südafrikas.“
Bei seinen Treffen mit südafrikanischen Partnern wird Kommissar Piebalgs aufbauend auf der aktuellen innersüdafrikanischen Debatte über eine langfristige Vision und einen strategischen Plan zur Förderung von Wirtschaftswachstum und sozialer Gleichheit im Land die Zukunft der Zusammenarbeit Südafrika-EU erörtern. So könnte beispielsweise die Kombination von Darlehen und Zuschüssen ein möglicher innovativer Ansatz für die Förderung der Entwicklung sein. Weitere Themen sind die Wirksamkeit der Hilfe und die Perspektiven für eine trilaterale Zusammenarbeit mit Südafrika, das auf dem Kontinent eine Schlüsselrolle einnimmt.
Teilnahme am Südafrika-EU-Gipfel
Am 15. September nimmt Kommissar Piebalgs gemeinsam mit Präsident Van Rompuy, Präsident Barroso und Kommissar De Gucht am jährlichen Südafrika-EU-Gipfel teil. Dieses bilaterale Gipfeltreffen findet zum vierten Mal seit Abschluss der strategischen Partnerschaft zwischen der EU und Südafrika im Jahr 2007 statt.
Zusammenarbeit Südafrika-EU
Die Entwicklungszusammenarbeit zwischen der EU und Südafrika soll durch Innovation, Pilotprogramme, den Ausbau von Kapazitäten und den Austausch von Fertigkeiten und Wissen einen Zusatznutzen schaffen. Für 2007-2013 stehen im Rahmen des Finanzierungsinstruments für die Entwicklungszusammenarbeit 980 Mio. EUR zur Verfügung.
Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit stehen die Schaffung von Arbeitsplätzen und der Ausbau von Kapazitäten für die Erbringung von Dienstleistungen sowie der soziale Zusammenhalt. Bislang wurden 580 Mio. EUR, überwiegend im Rahmen von Budgethilfeprogrammen, zugesagt (z. B. Wasser für Wachstum und Entwicklung, Beschäftigung, Grundschulausbildung, Verwaltung, medizinische Grundversorgung). Zusätzlich zu den EU-Zuschüssen verfügt die Europäische Investitionsbank (EIB) über ein Mandat zur Vergabe von Darlehen in Höhe von 900 Mio. EUR (2007-2013), um die Tätigkeit des öffentlichen und des privaten Sektors zu unterstützen.
Eine funktionierende Justiz ist wichtiger für das Funktionieren von Staaten und Gesellschaften als viele der derzeit eifrig diskutierten Wahlrechtsdetails. Das hat sich in ganz Osteuropa nach der Wende gezeigt, das sieht man derzeit insbesondere in der Ukraine, wo Richter und Staatsanwälte willige Schergen der Macht sind. »
Das war keine Schicksalswahl für Europa, und einschlägige Angsthasen können sich allmählich wieder beruhigen: Francois Hollande, der sozialistische Wahlsieger in Frankreich, wird zweifellos sein Land verändern - ob im Guten oder Schlechten, wird sich noch weisen. »
Der Euro als gemeinsame Währung Europas ist gescheitert. An Europa. Wer sich damit nicht endlich abzufinden beginnt, riskiert ein Finanzfiasko, das dem „Schwarzen Freitag von 1929 gefährlich nahe kommen könnte. »
Der „Europa-Tag“ am 9. Mai eines jeden Jahres wird sowohl in der Europäischen Union (EU) als auch in den 47 Mitgliedstaaten des Europarats seit dem Jahre 1986 begangen. Er erinnert an die programmatische Rede des damaligen französischen Außenministers Robert Schuman (1886-1963) zur Errichtung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) am 9. Mai 1950 in Paris. »
Kommissare der EU
EU-Infothek stellt die Kommissare der Europäischen Union im Kurzportrait vor:
Kontrovers - die Audiodiskussionsserie auf EU-Infothek. Auch diesmal diskutieren Andreas Unterberger und Georg Hoffmann-Ostenhof wieder über ein aktuelles Thema. KOntrovers ist Programm auch dieser Diskussion. Die beiden Journalisten widmen sich mit ihren unterschiedlichen Weltanschauungen dem Thema: Präsidentschaftswahl in Frankreich.
Für die neue Ausgabe von Kontrovers haben die beiden Journalisten ein neues aktuelles Thema, über das sie aus ihren verschiedenen politischen Perspektiven heraus die Diskussion führen.
Das aktuelle Thema: Die Präsidentschaftswahl in Frankreich. Umfragen zufolge heißt der nächste Präsident Frankreichs Francois Hollande. Obwohl der amtierende Präsident Sarkozy im Wahlkampf aufholt, gilt der Sozialist Hollande als Favorit.
Catherine Day ist als Generalsekretärin der Europäischen Kommission die mächtigste Beamtin Europas und die erste Frau überhaupt, die dieses Amt bekleidet. Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sagen von ihr, dass sie für ihre Arbeit lebe. Ob das positiv ist, sei dahingestellt, sie ist damit jedenfalls glücklich – und das schon seit 33 Jahren. »
Kommentar hinzufügen