Neuer OLAF-Generaldirektor für wirksames Durchgreifen der EU gegen Betrug
„Ich möchte nicht verhehlen, wie sehr ich mich geehrt fühle, dass mir dieses Amt übertragen wurde. Europa hat mit Haushaltskürzungen und Sparmaßnahmen zu kämpfen, so dass der Auftrag des OLAF, die finanziellen Interessen der EU zu schützen und Betrug zu bekämpfen, heute wichtiger ist denn je.”

Bild: Giovanni Kessler
Kessler steht an der Spitze einer Generaldirektion, die 4 Direktionen und etwa 500 Mitarbeiter umfasst und über ein Budget von 50 Mio. EUR verfügt. Als neuer Generaldirektor des OLAF trägt er die volle Verantwortung für die unabhängigen Verwaltungsuntersuchungen des Amtes. Giovanni Kessler wird außerdem die Verantwortung für die Unterstützung der Mitgliedstaaten durch die Organisation einer engen und regelmäßigen Zusammenarbeit zwischen den zuständigen Behörden mit dem Ziel übernehmen, den EU-Haushalt vor Betrug zu schützen. Kessler tritt damit als dritter oberster Betrugsbekämpfer die Nachfolge von Nicholas Ilett an und wird eine hoffentlich effiziente Betrugsbekämpfungsstrategie der Kommission mit entwickeln.
Giovanni Kessler ist 54 Jahre alt und war unter anderem italienischer Hochkommissar für die Bekämpfung der Geldfälschung sowie Staatsanwalt. Bis zu seinem Amtsantritt war er Präsident der Legislativversammlung der Autonomen Provinz Trient sowie Präsident der Konferenz der europäischen regionalen gesetzgebenden Parlamente (CALRE). Mit seiner Amtsübernahme verzichtete er auf die Ausübung aller bisherigen Ämter.
Das Europäische Amt für Betrugsbekämpfung (OLAF) hat den Auftrag, die finanziellen Interessen der Europäischen Union zu schützen und Betrug, Korruption und sonstige Unregelmäßigkeiten einschließlich Dienstvergehen innerhalb der EU-Organe und -Einrichtungen zu bekämpfen. OLAF ist der Europäischen Kommission angegliedert, aber bei der Wahrnehmung seiner Untersuchungsaufgaben unabhängig.


















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