Freitag 18. Mai 2012, 20:30

Reportagen


Neue Signale in der oberösterreichischen Thermenlandschaft

Die Therme Geinberg gilt als touristisches Leitprojekt im Innviertel. Ende Oktober wird die bereits fünfte Ausbaustufe des im Jahr 1998 eröffneten oberösterreichischen Wellness- und Gesundheitstempels in Betrieb gehen. Zehn Prozent zum 21,5 Millionen teuren Projekt, mit dem noch mehr zahlungskräftiges Publikum aus dem In- und Ausland angelockt werden soll, steuern das Land OÖ und die EU bei.

Therme Geinberg/OÖ
Therme Geinberg/OÖ
Bild: Therme Geinberg
„Wir sind voll im Plan, Anfang Oktober werden wir aufsperren und damit ein neues und gutes Signal in der oberösterreichischen Thermenlandschaft setzen“, sagt Ludwig Bichler, Pressesprecher des Thermenbetreibers VAMED mit Sitz in Wien. Das Unternehmen ist mit sieben Resorts und mehr als zwei Millionen Besuchern pro Jahr -  mehr als 400.0000 entfallen allein auf Geinberg - Marktführer im heimischen Thermen- und Gesundheitstourismus.

Positionierung im hochqualitativen Gesundheitstourismus

Seit dem Sommer 2011 rollen in der Innviertler Therme wieder die Bagger - zum fünften Mal seit der Eröffnung 1998. Bis zum heurigen Herbst entstehen 22 Suiten der Fünf-Sterne-Kategorie samt integriertem Wellnessbereich. Diese verfügen über eine Anbindung an das Thermenresort und das Restaurant Aquarium, haben nicht einsehbare Terrassen und private Badebuchten und sind an neu geschaffenen Badeteichen gelegen. Massagen und Beauty-Anwendungen erfolgen künftig direkt in den 66 Betten umfassenden Suiten. Weiters errichtet die VAMED als Generalunternehmer quasi als Bindeglied zwischen der Therme und dem neuen Bereich eine orientalische Erlebniswelt mit Original-Hamam. Die Erlebniswelt besteht aus einem Serailbad, Wärmegrotten, Teelounge, Arkadenhof sowie Dachgarten mit Panoramasauna. Laut Thermen-Geschäftsführer Alfed Glos wird damit ergänzend zur beliebten Karibik-Lounge eine weitere exotische Urlaubswelt geschaffen. „Das erweiterte Angebot stärkt die Positionierung von Geinberg als Erlebnis- und Gesundheitstherme. Unser Ziel ist es, die Therme künftig für unsere Gäste noch attraktiver zu machen und neue Gästeschichten zu gewinnen.“ Zudem erhält auch das bestehende Angebot ein Facelifting, so erhalten sämtliche Hotelzimmer eine neue Ausstattung, es entsteht ein Wintergarten und das Hotelrestaurant wird erweitert.

Heißes Wasser in Kombination mit Wellness bringt Wertschöpfung

71,1 Millionen Euro flossen seit der Eröffnung in die Errichtung und den Ausbau des touristischen Leitprojekts, nun kommen weitere 21,5 Millionen Euro dazu – finanziert von einem Konsortium unter Führung der Raiffeisenlandesbank (RLB) OÖ. Deren Chef, Ludwig Scharinger, verweist auf die Wertschöpfung für die Region. „Aktuell hat die Therme Geinberg mehr als 250 Mitarbeiter, davon 90 Prozent aus der Umgebung. 90 Prozent der Hotelgäste kommen aus Österreich, davon wiederum 35 Prozent aus Oberösterreich.“ Fakten, die eine Förderung der Erweiterung mit öffentlichen Mitteln in Höhe von 2,119 Millionen Euro - je zur Hälfte durch das Land OÖ und so genannten EFRE-Mitteln (Europäischer Fonds für die regionale Entwicklung) der EU -  rechtfertigen. Die RLB hält 34,6 Prozent an der Therme, die VAMED ist mit 27,3 Prozent beteiligt, der Rest teilt sich auf die B & C-Holding, die Wiener Städtische und die S-Vermögensverwaltung auf. Im Jahr 2010 wurde ein Umsatz von 20 Millionen Euro erwirtschaftet.


 




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