Naturnah urlauben auf Top-Niveau im Dreiländereck
Das einstige Niemandsland zwischen Österreich, Deutschland und Tschechien entwickelte sich in den letzten Jahren zum Geheimtipp für Erholungssuchende und Sportliebhaber.

Bild: innsholz.at
Der Böhmerwald hat nicht nur Dichterfürsten wie Adalbert Stifter inspiriert, sondern wird seit jeher als Kraftquelle und Möglichkeit zum Ausspannen geschätzt. Dazu kommt, dass diese Gegend im Winter immer mehr Langläufer und Skifahrer und im Sommer Wanderer und Radfahrer magisch anzieht. Den Trend zur Natur und zur Fitness hat die oberösterreichische Gemeinde Ulrichsberg erkannt und Mitte 2009 in dem auf fast 1000 Meter Seehöhe gelegenen Ort Schöneben das EU-geförderte Leitprojekt Böhmerwaldarena eröffnet. Ziel war es, Forstwirtschaft, Sport, Waldpädagogik und Tourismus miteinander zu verbinden und das Verständnis füreinander zu fördern. So entstand ein Gebäude, das neben Umkleidemöglichkeiten für Sportler samt Möglichkeit zur Stärkung einen Sportartikelverleih, die Dauerausstellung „WunderWeltWald“ inklusive Shop sowie Seminar- bzw. Veranstaltungsräumlichkeiten enthält. Weiters wurde in unmittelbarer Nähe ein Hochseilgarten, ein Aussichtsturm und der so genannte Böhmerwaldhorst – bestehend aus einem Baumhaus, einem Blockhaus, einem Natustammhaus und einem Gemeinschaftshaus mitten Böhmerwald – errichtet.
Doch schon bald stellte sich heraus, dass die Gemeinde mit einer Weiterentwicklung der Böhmerwaldarena in Richtung Beherbergung überfordert war, weshalb sie auf Betreibersuche ging. Fündig wurde die Kommune bei der Unternehmerfamilie Gruber, die im zwölf Kilometer entfernten Aigen erfolgreich den Vier-Sterne-Betrieb Almesberger führt. „Wir haben überlegt, was wir hier den Gästen – Erholungssuchende, Familien, Sportbegeisterte, Naturliebhaber und Wellnessfans - Besonderes bieten können und sind auf ein Chaletdorf gekommen“, schildert Geschäftsführer Peter Gruber.
Zwölf Millionen-Euro-Investition soll Gäste aus In- und Ausland anlocken
Nach der Übernahme des Gebäudes vor zwei Jahren wurde aber zunächst in ein Restaurant, einen Beherbergungsbereich mit 27 Zimmern und einen 200 m² großen Wellnessbereich inklusive Fitnesscenter investiert. Nach der Eröffnung des Natur- & Vitalhotels INNsHOLZ Ende 2011 startete der Bau von insgesamt elf Chalets, die rings um einen neuen Schwimmteich angeordnet sind. Diese jeweils 90 m² großen „Rückzugsoasen“ auf zwei Etagen für maximal fünf Personen versprühen ländlichen Charme und bieten mit Kachelofen, eigener Sauna und täglichem Hüttenfrühstück beste Voraussetzungen für die optimale Entspannung. Für Wintersportler gibt es obendrein ein Shuttle-Service in das nahe gelegene Skigebiet Hochficht. Die offizielle Eröffnung der Investition in Höhe von zwölf Millionen Euro erfolgt am 22. Juni.
Während die Klientel für das INNsHOLZ-Hotel vorwiegend aus einem 200 Kilometer-Radius um Schöneben stammt, der bis Wien, München und Prag reicht, will Gruber für die Chalets auch weiter entfernte Gäste, beispielsweise aus der Schweiz ansprechen. „Wir rechnen mit einer Auslastung von 80 Prozent, was rund 10.000 Nächtigungen entspricht“, zeigt sich der Hotelier, der für sein Projekt auch EU-Fördergelder anzapfen konnte und in Schöneben zwischen 35 und 40 Jobs geschaffen hat, optimistisch.
Info: INNsHOLZ-Hotel


















Kommentar hinzufügen