Donnerstag 23. Mai 2013, 06:08

Bildung & Kultur


Modernisierung des Hochschulwesens gefordert

Rund 200 europäische Hochschulen gehören zu den Top-500 weltweit. Um diese Zahl zu erhöhen und die Wettbewerbsfähigkeit Europas zu stärken, fordert das Europäische Parlament die Mitgliedsstaaten dazu auf, ihre Hochschulen zu modernisieren.

Jugendarbeitslosigkeit in der EU
Jugendarbeitslosigkeit in der EU
Bild: Sebastian Bernhard/pixelio.de
Zu dem Programm gehören bessere Zugangsmöglichkeiten, mehr Mobilität und die stärkere Ausrichtung auf den Arbeitsmarkt.

Trotz der Jugendarbeitslosigkeit in vielen Staaten Europas ist ein Hochschulabschluss noch immer eine gute Entscheidung. Die EU-Kommission schätzt, dass bis zum Jahr 2020 für mehr als ein Drittel aller Arbeitsplätze in der EU ein tertiärer Abschluss erforderlich sein wird. Derzeit verfügt aber nur rund ein Viertel aller Arbeitskräfte in der EU über die entsprechende Ausbildung.
In seinem Bericht reagiert der rumänische Christdemokrat László Tőkés auf diese Zahlen und die Kritik der Europäischen Kommission am europäischen Bildungswesen. Zwar fällt das Hochschulwesen unter die Kompetenz der EU-Staaten. Die Europäischen Institutionen können deren Bemühungen aber ergänzen und koordinieren. Europas Hochschulen, so der Bericht des Parlaments, müssten demnach vor allem an drei Punkten arbeiten.

Zugang erleichtern

Zuallererst sei es wichtig, die Zugangsbeschränkungen für europäische Hochschulen zu reformieren. Um den Leistungsanforderungen der Zukunft zu entsprechen, brauchen mehr Menschen einen Hochschulabschluss. Angesichts des rasanten technologischen Wandels gewinnen Konzepte wie lebenslanges Lernen und Bildung für Erwachsene und ältere Menschen an Bedeutung. Hochschulen müssten ihren Lehrplan und ihre Lehrmethoden dementsprechend anpassen, fordern die Abgeordneten.

Auch müssten europäische Studenten mobiler werden. Dafür sollen die einzelnen EU-Länder intensiver kooperieren und gemeinsame Lehrpläne und klare Ziele festlegen. Auch sei mehr Sprachunterricht nötig. In diesem Punkt unterstützten die Parlamentarier den Vorschlag der Kommission, die Anerkennung eines Auslandsstudiums zu erleichtern.

Auch regt der Bericht eine engere Zusammenarbeit zwischen Universitäten und Arbeitgeber an. Bei einer europäischen Jugendarbeitslosigkeit von 21% müssten Hochschulen stärker auf die Trends des Arbeitsmarktes achten. Auch sei der Vorschlag der Kommission hilfreich, Daten über die Beschäftigungserfolge von Absolventen zu sammeln.


 




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