Freitag 24. Mai 2013, 18:03

Binnenmarkt & Wettbewerb

Mingo: Eine Initiative für Start-Ups

Gemeinsam mit der Stadt Wien fördert die EU die Kleinsten der Wiener Wirtschaft. Mingo, das aktuelle Serviceprogramm der Wirtschaftsagentur Wien richtet sich gezielt an EPU, GründerInnen,  Neue Selbständige, Kleinstbetriebe sowie UnternehmerInnen mit Migrationshintergrund.

Mingo: Eine Initiative für Start-Ups
Mingo: Eine Initiative für Start-Ups
Bild: mingo.at
Das Serviceprogramm der Wirtschaftsagentur ist eigens für die Kleinsten der Wiener Wirtschaft entwickelt. Gründerinnen, Einpersonenunternehmen, Kleinstunternehmen sowie UnternehmerInnen mit Migrationshintergrund (Mingo Migrant Enterprises) sollen mit dem erforderlichen Knowhow versorgt werden, um den Wirtschaftsstandort Wien nachhaltig zu bereichern und damit die Wertschöpfungskette zu festigen. Die Ich-AG boomt. 2012 haben rund 8.200 Personen ein Unternehmen in Wien gegründet. Davon sind 36 % von Personen mit nicht-österreichischer Staatsbürgerschaft aus insgesamt 92 Nationen. Zwei Drittel der gegründeten Unternehmen sind EPUs, Handwerk und Gewerbe dominiert vor Handel sowie Information und Consulting.

Mingo im Überblick

Die Teilnahme an den Mingo Coaching- und Qualifizierungsmangeboten für GründerInnen ist  kostenlos. Diese reichen von Gründungscoaching über Fachworkshops bis hin zu unternehmerischen Belangen. Finanzierungsmodelle stehen dabei ebenso am Programm wie Marketing und individuelle Einzelgespräche. Der kostenlose Zugang zu den Basisinformationen ist geeignet, um Start-Ups so aufzustellen, dass diese langfristig bestehen. Nebst Beratungsangeboten bietet die Wirtschaftsagentur auch kostengünstige Büroflächen an, die eigens auf junge Unternehmen zugeschnitten sind. Mittlerweile gibt es acht Bürostandorte, der jüngste ist speziell auf Medienschaffende ausgelegt. Die Nachfrage ist enorm, die Mingo-Büros sind nahezu komplett vermietet.

Mingo: Der Weg in die Selbständigkeit

Selbständigkeit ist mit Risiko verbunden. Personen, die vor unmittelbar vor der Gründungsphase stehen und die Ideen reflektieren möchten können Realisierbarkeit und Marktchancen ihrer unternehmerischen Ideen abklären. Fünf Stunden kostenloses Coaching können von der Gründungsphase bis fünf Jahre danach in Anspruch genommen werden, um die Nachhaltigkeit zu sichern. 1.000 Personen nutzten von 2008 bis 2012 das Gründungscoaching. Handel und Gewerbe sind dabei ebenso präsent wie Gastronomie, Consulting und die ebenfalls sehr beliebte Kreativbranche. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. In der Zeit von 2008 bis 2010 haben 71 % der befragten Mingo-Teilnehmer ein Unternehmen gegründet, 90 % davon bestehen nach wie vor, ein Drittel beschäftigt  bereits Mitarbeiter.   

Mingo Academy

Mit Mingo bietet die Wirtschaftsagentur Wien die geradezu einmalige Gelegenheit, sich kostenlos unternehmerisches Wissen anzueignen. Das Themenspektrum der eintägigen Workshops reicht vom trockenen Steuerwesen und Finanzierungen bis hin zu Marketing und den vielfach vernachlässigten Softskills. Mittlerweile haben seit 2008 rund 5.700 TeilnehmerInnen über 450 Workshops belegt. Die rege Nachfrage bestätigt, dass hier der richtige Weg beschritten wird.
Mingo Migrant Enterprises (MME)

Bei diesem Projekt dreht sich alles um GründerInnen mit Migrationshintergrund. Das besondere Service ist die mehrsprachige kostenlose Beratung rund um Unternehmensgründungen und Förderungsmöglichkeiten. Pro Jahr werden 200 Personen im MME-Orientierungsgespräch beraten. Das MME-Gründungscoaching wir in zehn Sprachen angeboten: Bosnisch, Kroatisch, Serbisch, Polnisch, Bulgarisch, Rumänisch,  Spanisch, Türkisch und Russisch sowie Englisch, die Workshops werden zweisprachig abgehalten. Zudem organisiert MME Netzwerktreffen und kooperiert mit Organisationen und führenden Stakeholdern in der Szene, um die Bedeutung der ethnischen Ökonomien zu unterstreichen.  

Mingo Award

Die Wirtschaftsagentur sucht im Zuge des Mingo Award die beste, innovativste Geschäftsidee der Stadt. Damit soll die junge Gründergeneration für ihre erfolgreichen Projekte und Innovativen Geschäftsideen ausgezeichnet vor den Vorhang geholt werden. Eine ausgewählte Jury bewertet die Einreichungen nach Innovationskraft, wirtschaftlichen Aspekten, Beschäftigungsaspekten, Nachhaltigkeit und regionaler Bedeutung, es geht um die Wertschöpfung für Europa.   Die Einreichfrist für den Mingo Award 2013 ist der 31. Jänner 2013. In folgenden Kategorien sind Einreichungen möglich: Unternehmensgründung, Produkt- und Leistungsangebot, Gesellschaftliche Vielfalt und wachstumsorientierte Kleinunternehmen.

Gute Investitionen für den Standort

Mingo wird aus Mitteln der Europäischen Union kofinanziert. Für 2008 – 2010 betrugen die genehmigten Gesamtkosten 1.158.967,04 Euro, die EU-Kofinanzierung belief sich auf 579.483,52 Euro. Mingo Services II für 2011 – Ende 2013 hat ein bewilligtes Gesamtvolumen von 1.916.300 Euro, davon kommen 958.150 Euro aus der EU-Kofinanzierung. Beide Projekte laufen über den Europäischen Fonds für Regionalentwicklung (EFRE), einem Fördertopf der Kommission. Als Förderstelle fungiert die MA 27 der Stadt Wien mit dem Programm „Stärkung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit und integrative Stadtentwicklung Wien 2007 – 2013“.

 
 


 




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