Mittwoch 19. Juni 2013, 13:11

Global

Michel Martelly: Haiti braucht Hoffnung, Hilfe und Investitionen

Mit großen Erwartungen wurde der haitianische Musiker, Geschäftsmann und Aktivist Michael Martelly 2011, ein Jahr nach dem verheerenden Erdbeben, zum Präsidenten Haitis gewählt. Vor dem Europäischen Parlament sprach er über den Wiederaufbau seines Landes und wie Europa dabei helfen kann.

Michel Martelly, Präsident Haitis, mit EP-Präsident Martin Schulz
Michel Martelly, Präsident Haitis, mit EP-Präsident Martin Schulz
Bild: EP/flickr.com
"Ich bin hier, um Ihnen zu sagen, dass Haiti nicht nachlassen wird, egal was da kommen möge. Langsam aber sicher kommt Haiti wieder auf die Beine."  Dazu, so Martelly, trage auch Europas Unterstützung bei.

In seiner Rede wies Martelly aber auch daraufhin, dass Katastrophenhilfe allein nicht genüge. "Kein Land kann nur mit Almosen und karitativer Hilfe die Armut überwinden. Natürlich brauchen wir weiterhin Ihre Hilfe, aber wir brauchen auch Handel und Investitionen. Haiti ist ein strategisch wichtiger Standort und für Investitionen bestens geeignet."

Bereits vor dem Erdbeben 2010 das ärmste Land der westlichen Hemisphäre

Haiti war bereits vor dem Erdbeben 2010 das ärmste Land der westlichen Hemisphäre. Durch das verheerende Beben starben mehr als 300.000 Menschen, 1 Million Haitianer wurden obdachlos. Die marode Infrastruktur des Landes wurde weiter geschwächt.

Nach der Naturkatastrophe leistete die EU humanitäre Hilfe im Wert von 321 Millionen Euro. Auf der Konferenz der Geberländer in New York in März 2010 verpflichtete sich die Union zu mittel- und langfristiger Wiederaufbauhilfe im Wert von 1,235 Milliarden Euro.

In März 2012 einigten sich Vertreter Haitis und der EU auf Projekthilfen von rund 100 Millionen Euro für die Jahre 2012-2013.


 




Kommentar hinzufügen