Mehr Transparenz für Energie-Außenpolitik der EU
Ein offener Informationsaustausch schafft Transparenz und stärkt die Verhandlungsposition. Es ist im Interesse der Verbraucher, dass die EU bei Gesprächen mit Energielieferanten geschlossen auftritt, da eine intensivierte Koordination der Mitgliedstaaten bessere Preise für Verbraucher ermöglicht.

Bild: Gerd Altmann/pixelio.de
Informationsaustausch mit EU-Kommission
Über sämtliche zwischenstaatliche Abkommen im Energiebereich ist ein transparenter Informationsaustausch vorgesehen. Die Kommission muss binnen drei Monaten nach Inkrafttreten der Gesetzgebung über bilaterale Abkommen mit Drittstaaten informiert werden. Diese prüft die Verträge auf Vereinbarkeit mit dem Unionsrecht. Mitgliedstaaten haben die Option, die Kommission bei neuen Verhandlungen sowohl als Beobachter als auch Berater einzubinden. Damit soll erreicht werden, die Abkommen nach einer umfangreichen Ratifizierung gemäß dem Unionsrecht auszugestalten. Dabei sind das europäische Wettbewerbsrecht und die Vorgaben zum EU Energiebinnenmarkt als Benchmarks zu berücksichtigen.
Monitoring und Überprüfungsklauseln
Kommission und Rat müssen in regelmäßigen Intervallen über neue Abkommen informiert werden. Anhand dieser Daten wird überprüft, ob die Gesetzgebung den aktuellen Anforderungen des Markts entspricht, andernfalls wird nachjustiert. Die Einhaltung der zwischenstaatlichen Vereinbarungen soll durch eine intensivierte Koordination zwischen den einzelnen Mitgliedstaaten gewährleistet werden um dadurch die Wettbewerbsfähigkeit der Union stärken.
Rechtssicherheit stärkt Rechte der Unionsbürger
Während die Mehrheit das neue Gesetz und die damit verbundenen Vorteile begrüßt, da diese dem Energiebinnenmarkt der Union entgegenkommen, gibt es naturgemäss Kritik: Vielfach legen sich die Mitgliedstaaten quer, der Rat hätte keinen Hehl daraus gemacht, dass die Mitgliedstaaten kein Interesse an der neuen Gesetzgebung hätten. Wie so oft scheitert das einheitliche Europa trotz durchwegs guter Vorsätze am Verhandlungstisch, die Kommission wurde einmal mehr in die Rolle des sichtlich unerwünschten Beobachters gedrängt.


















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