Dienstag 21. Mai 2013, 18:13

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Lugner kämpft weiter um Sonntagsöffnung

Richard Lugner beweist in seinem Kampf um den offenen Sonntag Ausdauer. Der 80-jährige Einkaufszentrumsbetreiber bekräftigte am Donnerstag seine längst bekannten Forderungen. "Nur sagen der Lugner darf nicht aufsperren, das geht nicht." Seine Hoffnungen ruhen nun auf dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR), den er in dieser Causa angerufen hat - und der seine Beschwerde annahm.

Heftige Attacken gegen Handelsriesen Spar
Heftige Attacken gegen Handelsriesen Spar
Bild: APA

"Das ist eine schöne Nachricht für alle, die eine Liberalisierung der Ladenöffnung anstreben", meinte Lugners Anwalt Adrian Hollaender. Jetzt muss sich der Einkaufszentrumsbetreiber in Geduld üben, ein Urteil des EGMR kann nämlich Jahre dauern. Eine vor kurzem angekündigte Beschwerde bei EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia wegen des Verstoßes gegen den einheitlichen europäischen Binnenmarkt sei inzwischen eingebracht worden.

Erneut holte Lugner zum Rundumschlag vor allem gegen den (nicht in der Lugner City vertretenen) Handelsriesen Spar aus. Spar halte sich "wesentlich weniger an Gesetze" als Rewe (Billa, Merkur usw.). Der neueste "Schmäh" von Spar sei eine Umgehung der Ladenöffnungszeiten über eine Gastronomiekonzession. In der Wiener Babenbergerstraße nahe der Mariahilfer Straße und dem Museumsquartier ist der Händler mit einem Mini-Laden vertreten, der auch sonntags offen hat.

Wiederholt beschwerte sich Lugner über das Offenhalten am Sonntag der Spar-Filialen in Wien-Mitte, AKH, Bahnhof Salzburg und Leoben sowie am Flughafen Wien-Schwechat. "Es gibt Ausnahmen, aber die werden nicht eingehalten", sagte Lugner. Für Geschäfte an Bahnhöfen oder Flughäfen gelten gemäß Öffnungszeitengesetz Sonderregelungen. Lugner stößt sich vor allem daran, dass in den Geschäften vornehmlich Einheimische und nicht, wie vorgesehen, Reisende einkaufen.


 




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