Sonntag 19. Mai 2013, 20:26

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Lettlands Regierungschef will Euro 2014 einführen

Lettland ist nach den Worten von Ministerpräsident Valdis Dombrovskis auf dem klaren Weg, bereits im Jahr 2014 das 18. Mitglied der Eurozone zu werden. "Wir wollten den Euro vor langer Zeit einführen. Und es ist immer noch unsere Absicht, ihn in zwei Jahren zu übernehmen", sagte Dombrovskis am Freitag am Rande des EU-Gipfel.

"Die lettische Notenbank sagt uns, dass wir bereits jetzt alle Kriterien erfüllen." Sehr optimistisch über einen Beitritt schon 2014 hatte sich am Donnerstag auch EU-Währungskommissar Rehn geäußert. Das Haushaltsdefizit wird bereits in diesem Jahr unter die Drei-Prozent-Hürde sinken. Die EU-Kommission schätzt das Gesamtdefizit Lettlands in diesem Jahr auf etwas mehr als 43 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) - was unter der erlaubten Grenze von 60 Prozent läge.

Das lettische Bekenntnis zur Euro-Einführung ist ein Indiz für den wieder wachsenden Optimismus in der Schuldenkrise. In den vergangenen Monaten hatten etliche osteuropäische Länder betont, dass man mit der Euro-Einführung angesichts der Umbrüche in der Währungsunion noch warten wolle. Zuletzt betonte dies Ungarns Ministerpräsident Orban bei seinem Berlin-Besuch.

"Wir rechnen damit, dass die meisten Probleme in der Eurozone aber gelöst sind, wenn wir 2014 beitreten", betonte nun der lettische Ministerpräsident. Im Übrigen habe sich gezeigt, dass die derzeitigen Probleme keine Krise der Währung seien, sondern auf wirtschaftliches und finanzielles Missmanagement in einigen Euro-Ländern zurückgingen. "Der Wert des Euro gegenüber dem Dollar ist stabil geblieben, sein Anteil an den weltweiten Währungsreserven ebenfalls", betonte Dombrovskis.


 




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