Freitag 01. August 2014, 07:45

Reportagen

Lebkuchen-Erlebniswelt soll Naschkatzen anlocken

Liebhaber von Keksen und anderen Naschereien dürfen sich freuen: Im Mühlviertel entsteht derzeit eine Erlebniswelt rund um das Thema Lebkuchen. Diese soll künftig bis zu 100.000 Gäste jährlich nach Bad Leonfelden in Oberösterreich locken.

Die Kastner-Geschäftsführer Franz Weglehner und Paulus Nimmervoll, Wirtschafts-LR Viktor Sigl und Bürgermeister Alfred Hartl
Die Kastner-Geschäftsführer Franz Weglehner und Paulus Nimmervoll, Wirtschafts-LR Viktor Sigl und Bürgermeister Alfred Hartl
Bild: Kurverband/beha
„Schon bisher besuchen pro Jahr an die 50.000 Gäste unserem Fabrikshop, in dem es auch ein kleines Café gibt. Weiters kann man sich hier über die Geschichte der Lebzelterei informieren. Allerdings ist der Platz bereits sehr eng geworden“, erläutert Leopold Hainy, Verkaufs- und Marketingleiter der Firma Kastner. Angesicht der grenzüberschreitenden Landessausstellung 2013 mit den Standorten Krumau und Hohenfurth auf tschechischer sowie Freistadt und Bad Leonfelden auf österreichischer Seite hat sich das Unternehmen im Vorjahr entschlossen, ihren Besuchern künftig etwas Besonderes zu bieten. In einer eigenen Erlebniswelt sollen ähnlich wie etwa bei Zotter-Schokoladen in der Steiermark der Leitartikel der Firma spannend inszeniert, die lange Geschichte der Lebkuchenproduktion in Bad Leonfelden und des Unternehmens multimedial aufbereitet und darüber hinaus die Gäste aktiv eingebunden werden. „Unter anderem wird man bei uns ab dem Frühjahr 2013 Lebkuchen verzieren können“, schildert Hainy. Aber auch künstlerische Aspekte sollen nicht zu kurz kommen.

Neue touristische Attraktion für Bad Leonfelden

Zusätzlich zur Lebkuchen-Erlebniswelt entstehen auch ein neues Kaffeehaus mit 90 Sitzplätzen sowie ein Shop, womit sich die Fläche des Besucherareals auf 650 Quadratmeter verdoppeln wird. Insgesamt investiert die Lebzelterei 2,5 Millionen Euro, wobei die Erlebniswelt aus einem EU-Leader-Topf mit etwa 400.000 Euro gefördert wird. Von Seiten des Landes OÖ und der Stadtgemeinde Bad Leonfelden erwartet man von dem Projekt einen kräftigen Impuls für den Tourismus der Kurstadt. So sollen neben Busreisende auch verstärkt Familien und Tagesausflügler angesprochen werden. Hainy rechnet für das kommende Jahr mit einer Verdoppelung der Besucheranzahl. Dies soll sich nicht nur auf den Umsatz, sondern auch auf die Zahl der Arbeitsplätze in der Firma Kastner positiv auswirken. Drei bis vier zusätzliche Jobs sind in der Erlebniswelt geplant, aktuell werden 80 Mitarbeiter beschäftigt.

Exporte bis nach Kanada und Japan

Während der bis zum Frühjahr 2013 angesetzten Bauphase bleiben der Shop und das Café geöffnet. Nicht betroffen von den Baumaßnahmen ist der Hauptstandort des Unternehmens im Ortszentrum von Bad Leonfelden. Hier werden 60 Prozent der Kastner-Produkte hergestellt. Insgesamt will die Firma heuer bis zu 1000 Tonnen Lebkuchen, sowie weitere 600 Tonnen Waffeln und 200 Tonnen Früchtekonfiserie erzeugen. Knapp 40 Prozent gehen in den Export und erfreuen sich auch in so entfernten Märkten wie Kanada und Japan großer Beliebtheit.

 




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