Lebensmittel auf den Teller statt in die Tonne
Jährlich landen in Österreich rund 157.000 Tonnen verpackter und unverpackter Lebensmittel sowie Speisereste im Restmüll. Das sind die ersten Ergebnisse einer aktuellen Studie zum Thema „Lebensmittelabfälle aus Haushalten in Österreich“, die pünktlich zum Welternährungstag fertiggestellt wurde.

Bild: BMLFUW/Rita Newman
Zur Verdeutlichung: Das entspricht einer Menge an Lebensmittel (ohne Getränke und Milch), die etwa eine halbe Million Personen in einem Jahr zu Hause konsumieren.
„Lebensmittel sind kostbar!“
Daher wurde vom Lebensministerium die Initiative „Lebensmittel sind kostbar!“ ins Leben gerufen, Ziel ist, bis 2014 die Lebensmittelabfälle um zehn Prozent zu verringern. Mit dieser Initiative möchte das Lebensministerium diesem „Wegwerf-Trend“ entgegenwirken, und durch gezielte Maßnahmen eine nachhaltige Verringerung und Vermeidung von Lebensmittelabfällen in Österreich herbeiführen.
„Wir möchten informieren, aufklären und sensibilisieren. Denn die Wertschätzung von Lebensmitteln muss verstärkt werden. Was man achtet, wirft man nicht so leicht weg“, erläutert Berlakovich. Um das Bewusstsein auf breiter Basis zu schärfen, werden alle Ebenen mit einbezogen: Kinder und Jugendliche, soziale Einrichtungen, KonsumentInnen und selbstverständlich der Handel.
Gesicherte Lebensmittelversorgung in der EU
Dacian Cioloș, EU-Kommissar für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, ist davon überzeugt, dass die erfolgreiche Bekämpfung des Welthungers entscheidend davon abhängen wird, wie der politische Wille in konkrete Taten umgesetzt wird, wie die globalen Entscheidungsstrukturen in den Dienst einer gesicherten Lebensmittelversorgung gestellt werden, wie langfristiges Wirtschaftswachstum in Entwicklungsländern gefördert wird, einschließlich der Schaffung der Voraussetzungen für eine nachhaltige Produktion, wie die Unterstützung für kleine Betriebsstrukturen, die Durchhaltekraft bestärkt und die soziale Sicherung gewährleistet wird.
70% der Menschen, die in extremer Armut leben, leben in ländlichen und viele von ihnen betreiben Subsistenzwirtschaft oder sind Kleinstbetriebe.
Die EU ist tagtäglich mit dem Problem der Nahrungsmittelsicherheit konfrontiert und arbeiten hier mit den nationalen Regierungen zusammen, um dieses Ziel zu erreichen. Wir alle sind Teil eines großen Ganzen, das sich aus internationalen Organisationen, Bauernverbänden, NGOs, der Zivilgesellschaft und dem Privatsektor zusammensetzt - im Kampf gegen den Hunger ist die Beteiligung aller erforderlich.


















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