Korruption weltweit auf dem Vormarsch
Die Zahl der weltweiten Korruptionsfälle hat Experten zufolge in den vergangenen drei Jahren zugenommen. Dieser Ansicht waren 60 Prozent der Befragten einer Umfrage von Transparency International (TI) zum Korruptionsbarometer 2010. Jeder Vierte gestand ein, im vergangenen Jahr Schmiergelder gezahlt zu haben, wie aus dem von TI (Vorsitzender des österreichischen Beirats ist Dr. Franz Fiedler) vorgestellten Bericht hervorgeht. Besonders schlecht wird die Korruptionsentwicklung in Europa und Nordamerika beurteilt. Dort gehen 73 beziehungsweise 67 Prozent davon aus, dass die Menschen in den vergangenen drei Jahren empfänglicher für Bestechlichkeit geworden sind.

Bild: Athenchen
Österreich: Neun Prozent zahlten Schmiergeld
In Österreich gaben neun Prozent der Befragten an, im vergangenen Jahr Schmiergeld gezahlt zu haben. Ähnliche Werte haben Bulgarien, China und Japan. Besonders betroffen war nach Ansicht der Österreicher die heimische Wirtschaft, gefolgt von den politischen Parteien, während in anderen Ländern eher die Bestechlichkeit der Polizei sowie des Justizsystems beklagt wurde. In Österreich habe das Ausmaß an Korruption in den vergangenen drei Jahren nicht abgenommen, meinen die meisten: 45 Prozent sagten, es sei konstant geblieben. 46 Prozent sahen eine Steigerung.
EU will Kampf verstärken
Die EU-Kommissarin für Innenpolitik, Cecilia Malmström, kündigte an, den Kampf gegen Korruption in Europa zu verstärken. 'Die Maßnahmen, die bis jetzt in der EU ergriffen wurden, haben noch keine überzeugenden Ergebnisse gebracht', sagte sie in einem Interview der Tageszeitung 'Die Welt'. Deutliches Zeichen dafür sei, dass eine Mehrheit der EU-Bürger glaube, dass es in den Verwaltungen ihrer Länder Korruption gebe


















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