Montag 20. Mai 2013, 18:19

Energie & Ressourcen


Kommission sammelt Input zu ressourcenschonendem Wachstum von hochrangigen Akteuren

Der EU-Umweltkommissar Janez Potočnik hat den Startschuss für die Europäische Plattform für Ressourceneffizienz gegeben. Die Plattform soll zur Orientierung und Beratung über politische Maßnahmen auf hohem Niveau dienen.

Europäische Plattform für Ressourceneffizienz
Europäische Plattform für Ressourceneffizienz
Bild: EC
Dabei geht es vor allem um Maßnahmen, mit denen die europäische Wirtschaft auf einen zukunftsfähigeren Kurs gelenkt werden soll. Ressourceneffizienz ist eine Säule der Strategie Europa 2020 für intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum und damit eine Priorität der Europäischen Kommission.

Die vorrangige Aufgabe der Plattform ist zu bestimmen, wie die von der Kommission in ihrem Fahrplan für ein ressourcenschonendes Europa festgelegten Etappenziele und Visionen erreicht werden können. Dazu gehört auch das ultimative Ziel, Ressourcennutzung und Wirtschaftswachstum zu entkoppeln.

Wie können wir mehr mit weniger erreichen?

Umweltkommissar Janez Potočnik: „Wir brauchen hochkarätige Fachleute mit großer Erfahrung, um uns bei der Herausforderung zu unterstützen, unsere Volkswirtschaften in ein ressourcenschonendes Wachstum zu überführen. Ob es uns gefällt oder nicht, wir müssen unsere Ressourcen effizienter nutzen. Und je früher wir damit anfangen, desto besser für Europas Wettbewerbsfähigkeit und unsere Umwelt. Die erste Sitzung der Plattform stärkt meine Zuversicht, dass wir diese Herausforderung bewältigen können.“

Den Vorsitz hat John Bruton, ehemaliger Premierminister Irlands und EU-Botschafter in den USA, inne. Die 34 Mitglieder setzen sich aus fünf EU-Kommissaren, vier Abgeordneten des Europäischen Parlaments, neun führenden Unternehmern aus unterschiedlichen Sektoren, vier Umweltministern und Vertretern internationaler Organisationen und Einrichtungen, der Zivilgesellschaft und Wissenschaft zusammen. Ziel ist, die Erfahrungen und Fähigkeiten der Mitglieder zu kombinieren, um der Europäischen Kommission, den Mitgliedstaaten und Marktteilnehmern nützliche Orientierungshilfen zu geben.

Problemstellungen reflektieren

Der Vorsitzende der Plattform John Bruton sagte: „Ich bin erfreut, mit einer solchen Gruppe arbeiten zu dürfen. Ich bin sicher, dass wir es schaffen werden, die Erfahrung und das Wissen der Mitglieder zu nutzen, um der Wirtschaft und den politischen Entscheidungsträgern den besten Weg zur Ressourceneffizienz aufzuzeigen.“

Zu den wichtigsten Grundsätzen der Arbeit der Europäischen Plattform für Ressourceneffizienz (EREP) gehört, Zusammenhänge zwischen Problemstellungen zu reflektieren, sich um Mehrwert und zusätzlichen Nutzen zu bemühen sowie greifbare Ergebnisse zu erzielen, die in politische Entwicklungen einfließen.

Die EREP ist Teil eines breiter angelegten Bestrebens der Kommission, Akteure zusammen zu bringen und den Dialog über Herausforderungen und Chancen der Ressourceneffizienz zu fördern. Jeder, der sich an der Debatte beteiligen möchte, kann sich über eine Online-Plattform einbringen.

Geplant ist, dass die Arbeitsgruppe in rund zwölf Monaten die ersten Empfehlungen vorlegt. Eine weitere Reihe von Empfehlungen soll zum Ende des Mandats Mitte 2014 folgen.


 




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