Donnerstag 31. Juli 2014, 11:25

Regionalpolitik


Kommissar Hahn in der spanischen Region Murcia

Johannes Hahn, EU-Kommissar für Regionalpolitik, besuchte die spanische Region Murcia, wo er Ramon Luis Valcárcel Siso, der seit 1995 Präsident der Region und seit 2012 Präsident des Ausschusses der Regionen der Europäischen Union ist, getroffen hat.

Kommissar Hahn in der spanischen Region Murcia
Kommissar Hahn in der spanischen Region Murcia
Bild: European Commission
Hahn besuchte die Stadt Lorca, die im Mai 2011 von zwei Erdbeben heimgesucht wurde. Die Kommission entschied, dass die Erdbeben eine außergewöhnliche regionale Katastrophe darstellen und gewährte Hilfszahlungen aus dem EU-Solidaritätsfonds in Höhe von 21 Mio. EUR.

2011 wurde Murcia als Europäische Unternehmerregion (EER) ausgezeichnet. Diese Auszeichnung ist eine Anerkennung für Regionen, die Pläne zur Förderung des Unternehmertums entwickeln, die Entstehung einer innovativen und kreativen regionalen wirtschaftlichen Entwicklung anregen und Arbeitsplätze schaffen.

Welchen Beitrag leistet die EU-Regionalpolitik?

Das Programm für die Region Murcia verfügt für den Zeitraum 2007-2013 insgesamt über Mittel in Höhe von circa 655 Mio. EUR. Die Investitionen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von 524 Mio. EUR entsprechen ungefähr 2,27 % des EFRE-Finanzpakets, das im Zeitraum 2007-2013 für Investitionen in Spanien zur Verfügung steht.

Das Programm soll das regionale System aus Wissenschaft, Technologie und Unternehmen unterstützen, indem es in die Infrastruktur für Forschung und Entwicklung (F&E) sowie in Projekte von Organisationen und Unternehmen, die direkt in diesem Bereich arbeiten, investiert. Die Region geht davon aus, dass sie die Ausgaben für F&E von derzeit 0,74 % auf 1,48 % im Jahr 2013 steigern wird.

Darüber hinaus wird zur Nutzung von Infrastruktur und Diensten der Informationsgesellschaft ermutigt, sodass der Prozentsatz der regelmäßigen Internetnutzer bis 2013 von 44 % auf 70 % steigen soll.

Auch Innovation und Unternehmergeist in Firmen aller Branchen zählen zu den Prioritäten. Die Ausgaben der Regionen für Innovation sollen von derzeit 0,57 % auf 1,04 % im Jahr 2013 steigen.

Zu guter Letzt sollen durch das Programm auch Projekte kofinanziert werden, die erneuerbare Energien in der Region, die sich ehrgeizige Ziele beim Energiesparen und Ersetzen von Energiequellen mit hohem Schadstoffausstoß gesetzt hat, fördern. Im Mittelpunkt steht dabei der Schutz naturbelassener Gebiete und der regionalen Biodiversität; im Zuge dessen sollen weitere 3 200 Hektar als NATURA-2000-Gebiet – NATURA 2000 ist ein EU-weites Netzwerk von Naturschutzgebieten – ausgewiesen werden. Über 1,5 Millionen Menschen werden von Projekten zur Wasserverteilung profitieren.




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