Mittwoch 22. Feber 2017, 01:12

Interviews


Jorgo-Chatzimarkakis (FDP): Es wird einen ‚hellenischen Frühling‘ geben

Der FDP-Europaabgeordnete Jorgo Chatzimarkakis (46) glaubt, dass Griechenland trotz Schuldenschnitts und internationaler Hilfe unruhigen Zeiten entgegen sieht. Im Videointerview mit EU-Infothek erklärt er, warum die Erleichterung durch den „Haircut“ zu größerem Druck auf das Land geführt hat und weshalb er überzeugt ist, dass der griechische Dampfkessel noch in diesem Jahr hochgehen wird.

Jorgo Chatzimarkakis (FDP): Es wird einen ‚hellenischen Frühling‘ geben
Jorgo Chatzimarkakis (FDP): Es wird einen ‚hellenischen Frühling‘ geben
Bild: chatzi.de
Der deutsch-griechische Doppelstaatsbürger sieht die Funktion der bevorstehenden Parlamentswahlen in Griechenland darin, dass die Bevölkerung „Dampf ablassen“ könne. Das werde aber nur kurzfristig funktionieren. Sechs bis zwölf Monate nach den Wahlen werde das bestehende politische System – „eine Vetternwirtschaft“ – an sein Ende kommen, meint und hofft Chatzimarkakis und erklärt auch, warum er sich aus dem griechischen Wahlkampf heraushält, obwohl er eigentlich mitmischen könnte.

Der liberale Politiker, der 2007 vom European Parliament Magazine als Europaabgeordneter des Jahres in der Kategorie Forschung und Technologie ausgezeichnet worden ist und derzeit ein Buch mit dem Titel „Der Hellas-Faktor. Warum nur Griechenland Europa retten kann“ schreibt, äußert die Hoffnung, dass sich „Hellas“ seiner antiken Wurzeln und Werte wieder bewusst wird, z.B. der Besonnenheit und der Selbstgenügsamkeit. Jorgo Chatzimarkakis spricht im Interview auch über seine Forderung nach einem „Herkules-Plan“ für Griechenland und über Eurobonds, die von der FDP bekämpft, von der liberalen Fraktion im Europaparlament jedoch ausdrücklich gewünscht werden.




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