Johannes Hahn, EU-Kommissar für Regionalpolitik
EU-Infothek bringt eine Serie von Kurzportraits der wichtigsten Entscheidungsträger in der Europäischen Kommission. Präsident, Vizepräsidenten und Kommissare stehen im Mittelpunkt dieser Portraitserie.

Bild: EC
Hahn ist geschieden und hat einen Sohn.
Hahn begann seine politische Karriere in der ÖVP-Jugendorganisation, deren Wiener Landesobmann er von 1980 bis 1985 war. Danach folgten Tätigkeiten beim Bundesjugendring und im Generalsekretariat der ÖVP. 1992 wurde Hahn Landesgeschäftsführer der ÖVP Wien, 1996 auch Gemeinderat.
Von 1997 bis 2003 war Hahn neben seiner politischen Tätigkeit im Vorstand der Novomatic AG, einem international tätigen Verleiher von Spielautomaten und Betreiber von Spielstätten und Wettbetrieben. Von 2003 bis 2006 war er nicht-amtsführender Stadtrat und seit 2004 Obmann der ÖVP Wien und damit auch Spitzenkandidat für die im Oktober 2005 abgehaltene Landtagswahl.
Im Jänner 2007 wurde Johannes Hahn zum Bundesminister für Wissenschaft und Forschung angelobt. Bis 2008 bekleidete er dieses Amt im Kabinett Gusenbauer, ab 2. Dezember 2008 im Kabinett Faymann, wo er auch interimistisch bis zur Angelobung der von der ÖVP vorgeschlagenen Richterin Claudia Bandion-Ortner am 15. Jänner 2009 das Amt des Bundesministers für Justiz innehatte. In das Ende seiner Amtszeit als Wissenschaftminister fallen auch die seit Jahrzehnten größten Studierendenproteste in Österreich 2009.
Am 27. Oktober 2009 wurde bekannt, dass die Koalitionspartner in der Bundesregierung sich dafür entschieden hatten, Hahn als neuen österreichischer EU-Kommissar im Jahr 2010 nach Brüssel zu entsenden und somit als Nachfolger von Benita Ferrero-Waldner als österreichisches Mitglied der Kommission Barroso II zu nominieren. Am 27. November 2009 gab Kommissionspräsident Barroso bekannt, dass Hahn als Kommissar für Regionalpolitik vorgesehen sei. Das Europäische Parlament veranstaltete Anfang 2010 ein Hearing, Hahn stellte sich am 14. Jänner 2010 den Fragen der Parlamentsmitglieder und stellte fest, dass die Regionalpolitik eine "europäische Erfolgsgeschichte" sei zu der es keine Alternative gebe.


















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