Indien: EU hilft Hochwasseropfern in Assam
Die Europäische Kommission stellt nach den starken Monsunregenfällen und den darauf folgenden Überschwemmungen im indischen Bundesstaat Assam 2 Mio. EUR bereit, um den von der Hochwasserkatastrophe am stärksten Betroffenen zu helfen.

Bild: maqkse/flickr.com
Kristalina Georgieva, EU-Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion: „Die Überschwemmungen haben jetzt – so kurz vor der Ernte – besonders schwerwiegende Folgen. Und dabei hat die Monsunsaison ihren Höhepunkt noch nicht erreicht. Felder wurden vernichtet und viele Menschen haben auch ihre Häuser und ihr Vieh verloren – sie stehen vor dem Nichts. Mit diesem Zeichen der europäischen Solidarität helfen wir den bedürftigsten Familien in den am schwersten betroffenen Gebieten, diese Katastrophe zu überleben.“
Hochwassersichere Notunterkünfte und Trinkwasser
Die EU-finanzierten Hilfeleistungen werden sich auf die am stärksten verwüsteten Bezirke Assams konzentrieren: Barpata, Golaghat, Jorhat und Sonitpur. Die Mittel werden über den Dienst der Kommission für Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz (ECHO) bereitgestellt, der über seine Partnerorganisationen (internationale Nichtregierungsorganisationen, UN-Organisationen und Rotkreuz-Gesellschaften) „Bargeld für Arbeit“- Programme organisieren wird. Dadurch wird den bedürftigsten Familien eine zusätzliche Einkommensquelle geboten, so dass sie Nahrungsmittel kaufen, ihre Ernährung verbessern und wieder auf eigenen Füßen stehen können. Mit den EU-Mitteln werden zudem hochwassersichere Notunterkünfte, Trinkwasser, Sanitärversorgung und Moskitonetze finanziert, um einem Ausbruch von Krankheiten, die über das Wasser übertragen werden, vorzubeugen.
Schätzungen zufolge sind von den Überschwemmungen in Assam – den schwersten seit Jahren – mehr als zwei Millionen Menschen betroffen. Seit Juni herrscht starker Monsunregen. Der Brahmaputra und seine Nebenflüsse sind über die Ufer getreten, so dass Tausende Hektar Ackerland überschwemmt und zahlreiche Häuser zerstört wurden. Bislang wurden mehr als Hundert Tote gemeldet. Hunderttausende mussten vor den Fluten fliehen.


















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