Hochschulinitiative für Europa: Modernisierung und Reformen sind Kernstück der neuen Strategie
Während Österreich wegen der mangelnden Finanzausstattung der Universitäten und Hochschulen eine Grundsatzdiskussion führt, hat die Europäische Kommission im Rahmen der EU-Strategie für Wachstum und Beschäftigung eine neue Reformstrategie vorgelegt, mit der die Anzahl der Hochschulabsolventen erhöht und die Qualität der Lehre verbessert werden soll.

Bild: Europ. Union
-Steigerung der Zahl von Hochschulabsolventen; Gewinnen breiterer Gesellschaftsschichten für die Hochschulbildung; Verringerung der Anzahl an Studienabbrechern
-Verbesserung der Qualität und Relevanz der Hochschulbildung, damit die Curricula den Anforderungen der Einzelnen, des Arbeitsmarktes und künftiger Karrieremöglichkeiten gerecht werden, sowie Förderung und Anerkennung von Exzellenz in Lehre und Forschung
-mehr Möglichkeiten für Studierende, durch Studien- oder Praktikumsaufenthalte im Ausland zusätzliche Fähigkeiten und Kenntnisse zu erwerben; Förderung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit für bessere Leistungen der Hochschuleinrichtungen
-Ausbildung von mehr Forschenden, damit der Boden für die Unternehmen von morgen bereitet wird
-Stärkung der Verbindungen zwischen Bildung, Forschung und Wirtschaft zur Förderung von Exzellenz und Innovation
-Sicherstellung einer effizienten Finanzierung, um den Hochschulen mehr Freiraum zu schaffen und Investitionen in eine hochwertige Bildung zu ermöglichen, die den Anforderungen des Arbeitsmarktes gerecht wird.
In der Europäischen Union gibt es etwa 4 000 Universitäten und sonstige Hochschuleinrichtungen sowie mehr als 19 Mio. Studierende. In den vergangenen Jahren haben Zahl und Vielfalt von Hochschuleinrichtungen und die Zahl der Studierenden erheblich zugenommen. Finanzierung, Verwaltungsstrukturen und Curricula konnten dabei jedoch häufig nicht Schritt halten. Die Hochschulbildung ist jedoch derzeit nicht leistungsfähig genug, um genügend Menschen in Europa die Fähigkeiten und Kenntnisse zu vermitteln, die für die Schaffung von Arbeitsplätzen und Wachstum erforderlich sind.
Bei der Vorstellung der Strategie erklärte Androulla Vassiliou, die EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend: „Hochschulbildung ist eine starke Antriebskraft für das Wirtschaftswachstum. Bildung öffne das Tor zu besseren Lebensbedingungen und bringt Chancen und Möglichkeiten für die Menschen mit sich.
Wir müssen die Hochschulbildung – und auch die Berufsbildung – reformieren, um unseren jungen Menschen die Fähigkeiten zu vermitteln, die sie benötigen, um ihr Entwicklungspotenzial auszuschöpfen und ihre Beschäftigungsfähigkeit zu maximieren.“
Im Gegensatz zu Österreich betrachten viele EU-Länder die Modernisierung ihrer Hochschulsysteme als Priorität – allerdings wird das Potential nach wie vor nicht voll ausgeschöpft. Daher steht im Vordergrund, dass am Ende dieses Jahrzehnts 40 % der jungen Menschen in Europa über einen Hochschulabschluss verfügen.


















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