Sonntag 19. Mai 2013, 03:30

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„Hilfe, wir werden reicher!“

Für Christian Felber von Attac ist „Konkurrenz“ die künstliche Erfindung „neoliberaler Unternehmer“, um Europas Arbeitseinkommen und Afrikas Rohstoffpreise weiter niederzudrücken. Wenn Globalisierungskritiker Wettbewerb generell mit Vernichtungskonkurrenz und Ausbeutung gleichsetzen, haben sie aber etwas missverstanden. Die Abwesenheit von Konkurrenz, wie sie in den gemeinwirtschaftlich organisierten Diktaturen des Kommunismus üblich war, machte die Menschen dort bequem und wenig produktiv.

Die Wettbewerbswirtschaften des Westens haben hingegen eine bunte Fülle an Produkten hervorgebracht. In der Höhe ihres Wertes hat man Geld gedruckt – eine Gesellschaft hatte somit viele Güter und das Geld, um sie zu kaufen. Das sorgte für Beschäftigung, Wohlstand und Selbstvertrauen – und letztlich für das Festigen der Demokratie. Dabei erwirtschafteten sie so viele Mittel, dass man dem Osten Rohstoffe abkaufen konnte und damit Hungersnöte mit 30 Millionen Toten wie in Chinas Gemeinwirtschaft verhindern konnte.

Christian Felber: „Wettbewerb macht uns ärmer“

„Der Wettbewerb macht die meisten Menschen doch nur unglücklich und nur einige wenige reich“, beklagt man bei Attac heute. Der Wettbewerb unter den Automobilkonzernen hat aber dazu geführt, dass Autos heute fünfmal sicherer sind als noch vor 40 Jahren. Dabei verbrauchen sie nur die Hälfte an Treibstoff; Schadstoffe wie Ruß und Schwefeldioxid reduzierte man um 90% - bei Westprodukten. Im Osten blieben die „Volks-Genossenschafter“ zwar vom Wettbewerb verschont, deren Produkte aber auch von jeglichem Fortschritt.

Vor 30 Jahren konnten sich nur die Reichsten Flüge leisten, heute fliegen auch Studenten oder Arbeitslose wie selbstverständlich nach Thailand oder Barcelona. Manche jammern, wie teuer Brot denn heute wäre. Wer heute noch so anspruchslos ist wie man es in den 80er Jahren sein musste, kauft halt das Billigbrot aus dieser Zeit. Supermärkte führen es aus sozialen Gründen auch noch heute. Wettbewerbsorientierte Unternehmer haben seitdem aber Hunderte neuer Brotprodukte kreiert, und die meisten davon sind hochwertiger und schmecken besser.

Dabei müssten die Europäer gar nicht sparen. Denn die Kaufkraft ist besonders in den letzten Jahrzehnten sprunghaft angestiegen. 29,2% musste ein österreichischer Haushalt 1976 noch für Lebensmittel ausgeben, der EU-Wettbewerb reduzierte dies auf 13 Prozent. Ökologisch produzierte, glutenfreie oder lactosefreie Lebensmittel waren früher unerschwinglich, so sie überhaupt angeboten wurden. Heute stehen sie im Supermarktregal und auch Kleinverdiener können sie sich leisten.

Konzerne, EU-Wettbewerb, Wohlstand und Demokratie

Es ist der Wettbewerbsstärke von Medizintechnik- und Pharmakonzernen zu verdanken, dass man heute Krankheiten heilen kann, von denen man in den 70er Jahren noch nicht einmal gewusst hat, dass es sie gibt. Die Lebenserwartung in der wettbewerbsfreien DDR lag 1990 um 2,5 Jahre unter der von Bürgern aus der BRD. Im gesunden Klima einer Wettbewerbswirtschaft konnten Deutschlands neue Bürger dieses Manko in nur 10 Jahren dann wieder aufholen. Doch Europas „Neue Linke“ sieht diese Verbesserungen nicht. Für sie wird alles schlechter, und vor allem ungerechter.

Natürlich kann es in einer Wettbewerbswirtschaft einmal sein, dass eine Firma „stirbt“, weil man wichtige Entwicklungen verschlafen hat. Doch stirbt ja nicht der Angestellte, sondern nur die Hülle seines Arbeitgebers. Wer welke Firmen staatlich stützt, der setzt auf Lösungskonzepte, die von Bürgern bereits abgewählt worden sind. Und verschwendet damit deren Steuergeld.

Der Wettbewerb sorgt durch das Prinzip der Konkurrenz für konstant stabile Preise. Natürlich ist das nicht das vorrangige Ziel von Unternehmern. Auch sie sind Menschen, und so haben sie auch Schwächen. Manche wollen sich heimlich mit der Konkurrenz absprechen, um Preise grundlos zu erhöhen. So etwas bezeichnet man als Unternehmenskartell.

Will eine Gesellschaft die Marktkräfte zum Wohle seiner Bürger nützen, muss sie solche Absprachen streng und konsequent verhindern. In den 70er Jahren war es aber der österreichische Staat, der die Bildung von Kartellen förderte. Wegen Österreichs Ski-Kartell kosteten die Bretter „Made in Austria“ ab Werk in Altenmarkt bedeutend mehr als im Münchener Sportgeschäft. Die Wettbewerbshüter der Europäischen Union bereiteten Österreichs Dutzend Kartellen aber mit dem EU-Beitritt 1995 das wohlverdiente Ende. Die Preise für die Konsumenten sanken deutlich. Die Ski-Industrie musste sich nun verstärkt um die Wünsche ihrer Kunden bemühen und durch den Druck fand sie zu neuen Produkten wie zum Beispiel Inline-Skates.

Nur Wettbewerb führt zu Wohlstand

Seit jeher werfen Marxisten dem Kapitalismus vor, den Wettbewerb auf dem Rücken der Schwächsten auszutragen. Damit würden Arbeitnehmereinkünfte permanent sinken. Wenn sich heute die Kreise von „neuen Linken“ und Grün-Bewegten schneiden, dann hat selbst an der herzlosen Ausbeutung von Tieren nur der kapitalistische Wettbewerb schuld.

International misst man die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes im sogenannten Global Competitiveness Index oder GCI. Stellt man diesem die jeweilige Binnenkaufkraft der Nettolöhne gegenüber, wird schnell klar, dass nur ein Mehr an Wettbewerb ein Mehr an Kaufkraft heißt. Die schweizerische Kaufkraft liegt um 50% über der des Nachbarn Österreich. Und sie ist immer noch um ein Viertel höher als in Deutschland. Die grausame Käfighaltung von Hühnern wurde bei den Eidgenossen bereits im Jahre 1992 verboten, in Österreich 2005 und in Deutschland gar erst 2010. Marktwirtschaft bedeutet Wohlstand. Und der macht die Schweizer eben anspruchsvoll. In Hinblick auf die Löhne, den Tierschutz und bekanntermaßen auch bei der (direkten) Demokratie.

Für Ökonomisierung der Gesellschaft

Europa muss seine Bürger endlich wirtschaftlich ausbilden. Das beginnt beim Finanzunterricht für alle Schüler und Studenten und endet bei der Modernisierung von Schulbüchern. Nicht Marx und Brecht, sondern Horx und Jobs sollen künftig unsere Jugend begeistern.


 




Kraut und Rüben

Arbeitslose fliegen auf Urlaub, ....
Autos werden immer besser ....
Keine Hungersnöte...
Nur mehr 13 des Einkommens für Essen.....

Der Artikel bedient Vorurteile und strotzt von Gemeinplätzen und zeigt am Besten wo Wissen fehlt.

Zu aller Erst muß in jeder Gesellschaft die Frage nach der Grundlegenden Zielsetzung gestellt werden. Diese ist hoffentlich Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit. Bei Freiheit auch die durch gerechte Bezahlung erzeugte, wie menschenwürdiges Leben.

Sicher ist Konkurrenz sinnvoll, wenn dadurch in einem planbaren Umfeld Verbesserungen möglich werden, die Ressourcen für die generellen Zielsetzungen frei schaufeln.

Billigere, sichere Fortbewegung ist sicher ein Mittel um einfacher Arbeit zu finden und daraus mehr Ertrag zu ziehen. Billigeres Essen muß aber schon fast möglich sein, da in den letzten 20 Jahren, wohnen massiv verteuert wurde. Die wirkliche Kennzahl auf dieser Ebene ist, mögliche Sparquote, als Basis für Private ihre Sicherheit zu erhöhen oder alternative Einkommenswege zu erschließen. Durch Weiterbildung, versuche einer Selbstständigkeit usw....

Aber nur die Gesamtheit der Betrachtung gibt die Möglichkeit Fortschritt zu erkennen, nicht wahllos gewählte Bruchstücke.

Zur Fortbildung kann ich auch folgendes Buch empfehlen. Da wurden viele Themen schon 2007 beschrieben, die dann leider 2008 Realität wurden.
Aber auch Wege persönlich damit umzugehen.

http://www.amazon.de/Sei-bei-Bewusstsein-Betrachtung-dar%C3%BCber/dp/383...

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