Freitag 24. Mai 2013, 18:58

EU-Backstage & Personalia


Hannes Swoboda zum Russland-Berichterstatter des EU-Parlaments ernannt

Der Vizepräsident der Europäischen Sozialdemokraten im EU-Parlament, Hannes Swoboda, wurde zum “Ständigen Berichterstatter” des EU-Parlaments für die Beziehungen zu Russland ernannt. Dabei geht es vor allem um die parlamentarische Begleitung der Verhandlungen zwischen der EU und Russland über ein Partnerschafts- und Kooperationsabkommen. Das Interesse an einem solchen ist auf beiden Seiten groß, teilweise fehltes aber noch an der Konstruktivität der Gespräche

MEP Johannes Swoboda
MEP Johannes Swoboda
Bild: SPÖ
„Wir kommen zu einem solchen Abkommen nur, wenn sich beide Seiten zu einer echten Partnerschaft auf der Basis der Gegenseitigkeit und der Gleichberechtigung bekennen. Außerdem müssen beide Seiten an der Lösung der gemeinsamen Probleme im Sinne einer konstruktiven Zusammenarbeit interessiert sein”, sagte Swoboda, Mitglied im Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten. Das sei derzeit auf der Seite der russischen Führung leider nicht immer erkennbar. “Vor allem der steigende Druck auf die europäischen Nachbarn Russlands und auf einige Energieversorger der EU macht uns Sorgen“, so Swoboda.

„Jedenfalls können wir nur zu einem Abkommen kommen, wenn wir die Verhandlungen mit Russland aus der Position der Stärke und des Selbstbewusstseins führen. Davon haben wir oft zu wenig, während Russland oft zu viel davon aufweist”, erklärte Hannes Swoboda in der gestrigen außenpolitischen Grundsatzdebatte im EU-Parlament. Bei aller Konzentration auf politische und wirtschaftliche Fragen dürfe man nicht auf die Notwendigkeit demokratischer Entwicklungen und die Wahrung der Menschenrechte vergessen. „Aber das muss in Form eines Dialogs geführt werden“, führt Swoboda weiter aus, „Und bei aller Kritik: Russland heute ist nicht die Sowjetunion von gestern, wie das manche der politischen Rechten immer wieder behaupten. Fixierungen führen zu keinem konstruktiven Dialog.“ Swoboda war zuvor schon EU-Berichterstatter für den Beitritt Kroatiens.

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