Grüner Faden in der Politik des Europäischen Parlaments
Eine grünere Agrarpolitik, grünere Flugzeugemissionen und ein Fahrplan für eine CO2-ärmere Wirtschaft sind nur einige Themen, die gerade auf der Agenda des Parlaments standen. Aber was genau meinen Politiker, wenn sie "grün" sagen? Und wie "grün" ist die Agenda des EPs? Die Ausschussvorsitzenden standen Frage und Antwort.

Bild: Lebensministerium/Rita Newman
Nach dem Reaktorunglück in Fukushima sind grüne und erneuerbare Energieressourcen wieder ein wichtiges Thema auf der politischen Agenda. "Erneuerbare Energien sind die Zukunft!", betont Sartori. "Die Industrie wird diesem Trend folgen müssen".
Gerade arbeitet der Ausschuss an einer ambitionierten Richtlinie zur Energieeffizienz und wird bald in Verhandlungen mit Rat und Kommission treten.
Grün bedeutet nachhaltig
Der britische Sozialdemokrat Brian Simpson, Vorstand des Verkehrsausschusses, bevorzugt den Ausdruck "nachhaltig". "Es ist sehr schwierig ein grünes Transportsystem zu schaffen. Ein nachhaltiges System, das Verkehr und Umwelt verbindet, ist jedoch durchaus im Rahmen des Möglichen."
Das Geheimnis sei, eine realistische Balance zwischen den beiden Sektoren herzustellen. So könnten Mensch und Umwelt davon profitieren; jetzt und auch in Zukunft.
Der stellvertretende Vorsitz des Wirtschaftsausschusses, Pablo Zalba Bidegain von den spanischen Christdemokraten, fügt hinzu, dass eine grüne Wirtschaft auf erneuerbaren Energien beruhe. "Grüne Energie wird es uns ermöglichen neue Jobs zu schaffen, den Wohlstand zu erhöhen und die Umwelt zu respektieren!"
Grüne Jobs unterstützen die Umwelt
Die Französin und Vorsitzende des Beschäftigungsausschusses, Pervenche Bères von den Sozialdemokraten, erklärt: "Wenn die EU ihr neues wirtschaftliches Modell weiterverfolgt, kann der grüne Sektor eine Menge Arbeitsplätze schaffen. Die Reduzierung von Energieverbrauch, der Kampf gegen die Umweltverschmutzung und der Schutz der Artenvielfalt; grüne Jobs bieten unzählige Möglichkeiten. Zu allererst kommen sie aber der Umwelt zugute".
"Ein Job ist jedoch nicht grün, solange er nicht auch anständig und nachhaltig ist", sagt Bères. "Ein Job muss Aufstiegsmöglichkeiten bieten, den Lebensstandard verbessern, und gleichzeitig sichere Arbeitsbedingungen gewährleisten".
Zuletzt dürfen wir auch nicht vergessen, dass die Grünen die viertgrößte Fraktion im Europäischen Parlament darstellen, betont deren Ko-Vorsitzende Rebecca Harms. "Die Grünen haben schon immer für eine faire Gesellschaft gekämpft, mit gleichen Rechten, Möglichkeiten, Verpflichtungen". Sie fordern die Grenzen der Natur zu respektieren und nachhaltige Ressourcen zu verwenden.


















Kommentar hinzufügen