Griechenland bekommt mehr Zeit
Das krisengeschüttelte Griechenland soll zwei zusätzliche Jahre Zeit zum Sparen bekommen. Das haben die internationalen Geldgeber der "Troika" vorgeschlagen. Die Euro-Finanzminister berieten am Montag in Brüssel unter anderem darüber, wie die Mehrkosten von knapp 33 Milliarden Euro finanziert werden können.

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Die von Athen dringend benötigte Kredittranche von 31,5 Mrd. Euro aus dem laufenden Hilfsprogramm von 130 Mrd. Euro kann wegen der Verzögerungen erst später freigegeben werden. Vor einem bindenden Beschluss müssen mehrere nationale Parlamente zustimmen. Die Finanzierungslücke beziffert die "Troika" allein für die kommenden beiden Jahre auf 20,7 Mrd. Euro - insgesamt sollen es bis 2016 dann 32,6 Mrd. Euro sein. Das geht aus dem "Troika"-Bericht hervor.
Der Staatsbankrott droht schon bald, da Griechenland bereits am 16. November alte Schulden bedienen muss. Deshalb hat sich Athen kurzfristig am Geldmarkt neue Milliarden besorgt. Das Land konnte 4,06 Mrd. Euro bei Investoren aufnehmen. Damit steigen die Chancen, dass das hochverschuldete Euro-Krisenland bis Freitag genug Geld in der Kasse hat, um fällige Schulden in Höhe von fünf Mrd. Euro zu begleichen.
Die "Troika"-Geldgeber aus EU-Kommission, Internationalem Währungsfonds (IWF) und Europäische Zentral Bank (EZB) schlagen den Aufschub von zwei Jahren explizit vor, wie die deutsche Nachrichtenagentur dpa berichtet. Eurogruppenchef Juncker befürwortet das Vorgehen. An den Finanzmärkten wurde der Vorschlag der "Troika" mit Erleichterung aufgenommen, der Euro gewann am Montag leicht hinzu.
Bei der Bewertung der Lage Griechenlands fehlt noch ein Bericht zur Schuldentragfähigkeit, das heißt zu der Frage, wann das Land seine Schulden wieder komplett zurückzahlen kann, ohne sein Wachstum zu gefährden. Bislang soll die Zielgröße von 120 Prozent der Wirtschaftsleistung im Jahr 2020 erzielt werden.
Der Termin für eine weitere Minister-Sitzung stand noch nicht fest. Juncker will nach eigenen Worten vor dem EU-Sondergipfel am 22. und 23. November zu einer Entscheidung kommen.
Griechenland hatte jüngst mit der parlamentarischen Billigung eines Spar- und Reformpakets sowie der Verabschiedung eines weiteren Sparhaushalts für 2013 eine Voraussetzung für Hilfen beschlossen.


















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