Mittwoch 19. Juni 2013, 19:50

Energie & Ressourcen

Gebäudeeffizienz: EU-Kommission macht Tempo

Energiewende und Energieeffizienz sind naturgemäss untrennbar miteinander verbunden. Im Sinne einer nachhaltigen Wettbewerbsfähigkeit drängt die Kommission energisch auf sichtbare Fortschritte. Speziell bei der Gebäudeeffizienz sind enorme Defizite zu verzeichnen. Das ist der Kommission ein Dorn im Auge.

Gebäudeeffizienz: EU-Kommission macht Tempo
Gebäudeeffizienz: EU-Kommission macht Tempo
Bild: mk-bauplan.de/flickr.om
Das Ziel der Union, die Energieeffizienz bis 2020 um 20 Prozent zu steigern, ist ambitioniert. Konkrete Massnahmen sind gefragt. Im stark vernachlässigten Bereich der Gebäudeeffizienz ortet die Kommission akuten Handlungsbedarf. Bei der Sanierung von Gebäuden sind die Anstrengungen zu vertiefen, so die mahnenden Worte der Kommission. Angesichts der aktuellen Sanierungsrate von bescheidenen 1,2 Prozent der Gebäude wird das Ziel jedoch kaum erreichbar sein. Die bestehenden Rahmenbedingungen müssen adaptiert werden. Dabei denkt die Kommission ganz konkret an bestehende gesetzliche, finanzielle und ökonomische Hindernisse, die abgebaut werden müssen. 

Kommission will effektivere Finanzierungen

Als erster Schritt sollen bis Ende des Jahres die existierenden finanziellen Instrumente zur Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden einer Überprüfung unterzogen werden. Vorschläge für eine bessere und effektivere Finanzierung sind natürlich willkommen. Zudem ist angedacht, nationale und europäische Fördermittel besser aufeinander abzustimmen. Weiteres steht auch privates Kapital zur Debatte, welches ebenfalls besser genutzt werden könne.

Investitionen aus Kohäsionsfonds erhöhen

Der Kommission schwebt vor, in der bevorstehenden Förderperiode 2014 bis 2020 die Investitionen aus dem Kohäsionsfonds in nachhaltige Energie und Gebäudesanierung zu verdoppeln, anders wird es kaum möglich sein, am Gebäudesektor in der Effizienzfrage merklich voran zu kommen. Die endgültige Version der Mitteilung darf nach dem Sommer erwartet werden, bis dahin soll es konkrete Vorschläge aus Brüssel geben.

Sanieren - aber richtig!

Energieeffizienz wirkt, so viel steht allemal fest. Zugegeben, es dauert seine Zeit, bis sich die Investitionen amortisieren, doch angesichts der latent steigenden Energiepreise ist das Geld gut angelegt. Meist sind es gravierende Planungsfehler oder mangelhafte Umsetzung, welche die Sanierung ad absurdum führen. Topsanierungen sind auf jeden Fall günstiger als zu warten was passiert, Teilsanierungen bringen wie die Bezeichnung schon vermuten lässt, nur Teilerfolge. Es geht nicht alleine um Wärmeisolierung und neue Fenster, viel mehr ist ein ganzheitliches Sanierungskonzept angebracht. Die Praxis zeigt, dass mit einem ausgeklügelten Konzept in Verbindung mit effizienter Heiz- und Lüftungstechnik der Energieverbrauch um bis zu 75% gesenkt werden kann, und das ist eine beachtliche Menge.  

Gut geplant ist gut gespart

Anstehende Instandhaltungsarbeiten sind eine gute Gelegenheit, eine geeignete Sanierung durchzuführen. Sorgsame Planung und die technisch einwandfreie Umsetzung sind weitere Kriterien für eine erfolgreiche Effizienzsteigerung bei Gebäuden. Hochwertige Materialien und ausgeklügelte Technik sind weitere relevante Kriterien, die sich maßgeblich auf den Erfolg auswirken. Angesichts der enormen Energieersparnis sind Sanierungen somit eine umweltfreundliche Sparmassnahme im Sinne der Ressourceneffizienz.


 




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