Franzosen halten Stadt Kidal in Mali
Im Krieg gegen islamistische Rebellen in Mali operiert die französische Armee weiter in der Stadt Kidal im Nordosten des Landes. Bei einem Anschlag auf die malischen Truppen im Norden Malis wurden am Donnerstag vier Soldaten getötet und fünf andere verletzt. Außenminister Spindelegger fordert indes beim EU-Außenministerrat neuerlich, dass sich Österreich an der EU-Mission in Mali beteilige.

Bild: APA
Österreich dürfe bei der EU-Mission in Mali nicht fehlen, so Spindelegger. Verteidigungsminister Darabos forderte er auf, bis nächsten Dienstag klarzustellen, wie viele bereit seien, daran teilzunehmen. Von 240 Mann insgesamt, die die EU-Mission benötige, müsse es zumindest möglich sein, fünf Soldaten aus Österreich aufbringen zu können. Es gehe auch lediglich um eine Trainingsmission zur Ausbildung malischer Soldaten und nicht um eine Beteiligung an Kampfhandlungen.
Die französischen Streitkräfte hielten unterdessen am Donnerstag weiter den Flughafen in Kidal im Nordosten Malis und warten nun, um die Stadt "mit afrikanischen Streitkräften" zu sichern, wie Frankreichs Verteidigungsminister Le Drian sagte. Nach malischen Angaben hatten französische Einheiten den Flughafen am Mittwoch ohne Wissen Malis eingenommen.
Nach Angaben des Ministers sollen die Rebellen seit Beginn der französischen Offensive vor knapp drei Wochen "schwere Verluste" erlitten haben. Von Kidal aus haben sich die Islamisten laut Le Drian möglicherweise weiter nördlich Richtung Adrar des Ifoghas zurückgezogen. Er stellte sich außerdem hinter Überlegungen zur Entsendung einer UN-Friedenstruppe nach Mali.
Bei einem Anschlag auf die malischen Truppen im Norden Malis wurden nach Militärangaben vier Soldaten getötet und fünf andere verletzt. Ein Militärfahrzeug der malischen Nationalgarde sei am Donnerstag zwischen den Städten Gao und Gossi auf eine Mine gefahren, sagte ein Sprecher der malischen Armee. Der malische Übergangspräsident Traore will indes als Gesprächspartner für eine politische Lösung nur die MNLA akzeptieren, die säkulare Separatisten-Bewegung der Tuareg.
Deutschland kündigte am Donnerstag an seine Militärhilfe für den internationalen Mali-Einsatz ausweiten und französische Kampfjets in der Luft betanken zu wollen. Im Februar könne es so weit sein.


















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