Förderung für Mobilität in der Stadt
Stundenlange Staus, Baustellen und horrende Spritkosten vergrämen Autofahrer und belasten die Umwelt. Mit einer dreijährigen Initiative zur Unterstützung der Organisatoren hofft die Europäische Kommission, nachhaltige Impulse für die Mobilität in Städten zu setzen und die Umweltbelastung einzudämmen.

Bild: Leopoldstadt/flickr.com
Sensibilisierung zur Umweltentlastung
„Wir wollen die Menschen ermutigen, wenn sie sich in der Stadt fortbewegen, unterschiedliche Verkehrsmittel zu nutzen“, so die ermunternden Worte des für Verkehr zuständigen Vizepräsident der Kommission Siim Kallas. „Wähle den richtigen Mix“ so der Slogan soll die Verkehrsteilnehmer animieren, sich für eine geeignete Kombination der Fortbewegungsmöglichkeiten zu entscheiden. Konkret sollen bei dieser Kampagne jene lokalen, regionalen und nationalen Sensibilisierungsmassnahmen aktiviert werden, denen eine entscheidende Rolle bei der Schaffung und Förderung einer entsprechenden Kultur der städtischen Mobilität für das 21. Jahrhundert zufällt. Die städtische Mobilitätsentscheidung erfordert in Zukunft mehr Vielfalt als bisher.
500.000 Euro für Multiplikatoreffekt
Mit dem Geld aus dem Förderfonds sollen gezielte Aktionen mit nachweislich hohem Vernetzungs- und Multiplikatoreffekt auf lokaler, regionaler und/oder nationaler oder gar EU-Ebene unterstützt werden. Als Zielgruppe gelten Einzelpersonen, nichtkommerzielle Einrichtungen (Schulen, Nichtregierungsorganisationen, öffentliche Verwaltungen usw.) sowie kommerzielle Organisationen. Diese können bei der Europäischen Kommission bis zu 7000 Euro Fördermittel beantragen. Ziel der Aktion ist die nachhaltige städtische Mobilität. Zudem beinhaltet die geplante Kampagne die Verleihung eines Preises, mit dem europäische Städte für ihre Pläne zur Förderung nachhaltiger städtischer Mobilität ausgezeichnet werden sollen sowie koordinierte Sensibilisierungsmaßnahmen und Veranstaltungen in den 31 teilnehmenden Ländern der EU-Mitgliedstaaten, EWRMitgliedstaaten (Island, Liechtenstein und Norwegen) sowie Kroatien.
Nachhaltige Mobilität braucht Infrastruktur
Bei aller Bewusstseinbildung sei angemerkt, dass entsprechende Verkehrsstrukturen vorhanden sein müssen, um den erhofften Verkehrsmix zu realisieren. Unregelmäßige Wartezeiten bei den öffentlichen Verkehrsmitteln sind sicher nicht geeignet, um Kunden zu gewinnen und so fällt es vielfach schwer, den PKW stehen zu lassen. Car-Pools wären eine durchaus sinnvolle Angelegenheit, die vielerorts bereits verfügbaren und gegen Registrierung erhältlichen Citycars ein weiterer Schritt in Sachen Effizienz. Doch warum diese obwohl für den reinen Stadtverkehr gedachten Cityflitzer nicht elektrisch betrieben werden, ist eine andere Sache. Scheitert es etwa an der erforderlichen Infrastruktur sprich ausreichend Ladestationen? In Wien beispielsweise gäbe es genügend Platz. Die im Sinne der Verkehrberuhigung errichteten Strassenrückbauten sprich „Ohrwascheln“ könnten durchaus zur Ladestation umfunktioniert werden und im Sinnen einer Parkraumbewirtschaftung zugleich als Parkplatz für E-Cars dienen.


















~Anonymous
Was für eine Initiative ist
Was für eine Initiative ist das genau? Wo sind weitere Informationen zu finden?
Kommentar hinzufügen