Finalisten um den Lux-Filmpreis 2012 stehen fest
Das Europäische Parlament hat auf einer Pressekonferenz die drei Finalisten des LUX-Preises 2012 bekanntgegeben.

Bild: luxprize.eu
Ins Rennen um den Lux-Filmpreis 2012 gehen:
• Csak a szél (Nur der Wind) von Bence Fliegauf - Ungarn, Deutschland, Frankreich
• Io sono Li (Shun Li und der Poet) von Andrea Segre - Italien, Frankreich
• Tabu von Miguel Gomes - Portugal, Deutschland, Frankreich, Brasilien
Die drei Filme werden in allen 27 EU-Mitgliedsstaaten von 15. Oktober bis 20. November aufgeführt. Der Gewinner des Lux-Preises 2012 wird dann offiziell am 21. November 2012, während der Plenarsitzung des Europäischen Parlaments in Straßburg, in Anwesenheit der FilmemacherInnen, bekanntgeben.
Die Filme
Csak a szél (Nur der Wind) - Der Film erzählt die Geschichte einer Roma Familie im ländlichen Ungarn. Auf Grund der vermehrten Ausschreitungen und Verfolgung von Roma, muss die Familie sich verstecken und um ihre tägliche Existenz kämpfen. Mari versucht ihre beiden Jobs unter einen Hut zu bekommen, während ihre Tochter Anna versucht sich auf die Schule zu konzentrieren. Aber der junge Rio ist mit anderen Dingen beschäftigt. Er bereitet sich auf.....
Der Film gewann dieses Jahr den Silbernen Bär bei den Filmfestspielen von Berlin und den Jury Preis von den Paris Cinéma Film Festival.
Io sono Li (Shun Li und der Poet) - Shun Li arbeitet in einer Textilfabrik in den Vororten von Rom um ihrer Dokumente zu bekommen und um ihren acht-jährigen Sohn die Einreise nach Italien zu ermöglichen. Plötzlich wird Shun Li nach Chioggia, einer Kleinstadt in Venetien, geschickt um als Barista zu arbeiten. Bepi, ein slawischer Fischermann besucht oft die Bar wo Shun Li arbeitet. Mit der Zeit entwickeln sie eine Freundschaft, die sowohl der chinesischen als auch der lokalen Gemeinde nicht gefällt.
Tabu - In einem Wohnhaus in Lisabon wohnen 3 Persönlichkeiten im selben Stock: eine temperamentvolle alte Dame, ihr Kap-verdisches Dienstmädchen und ein Nachbar der sich sozial engagiert. Als die alte Dame stirbt, lernen das Dienstmädchen und der Nachbar Geschichten aus ihrer Vergangenheit kennen: über Liebe und Verbrechen in Afrika.
Der Lux-Preis
Der Gewinner des Lux-Filmpreises 2012 wird wie in den vorangegangenen Jahren vom Europäischen Parlament finanziell gefördert. Der Filmpreis LUX finanziert die Untertitelung in alle 23 Amtssprachen der EU und die Überarbeitung der Originalversion des Films in eine Fassung für hör- und sehbehinderte Menschen. Zudem wird für jedes Mitgliedsland der EU eine 35mm-Kopie erstellt beziehungsweise die Verbreitung auf DVD gefördert.
Der LUX-Filmpreis wurde 2007 eingeführt und soll als "greifbares" Symbol das Bekenntnis des Europäischen Parlaments zur europäischen Filmindustrie und ihrer Kreativität widerspiegeln. Jeder einzelne Filmbeitrag bietet, unabhängig von den darin dargestellten persönlichen, historischen oder sozialen Themen, einen Einblick auf die EuropäerInnen und ihr Leben, ihre Überzeugungen, ihre Zweifel und ihre Suche nach Identität. Gewinner der letzten Jahre waren die Filme Auf der anderen Seite (2007), Lornas Schweigen (2008), Welcome (2009), Die Fremde (2010) und Les neiges du Kilimandjaro (2011).
Zum ersten Mal in der Geschichte des Lux-Preises werden die drei Finalisten 2012 im Oktober und November in allen EU-Staaten gezeigt.


















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