FFG Forum 2012: Neue Wege
Forschung und Innovation sind die Garantie für Wachstum und Wohlstand jeder Volkswirtschaft. Wettbewerbsfähigkeit basiert auf Innovation. Anwendungsorientierte Forschung ist gefragt. Um neue Ideen auf den Markt zu bringen braucht es starke Netzwerke und verfügbares Geld.

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Forschung sichert Wettbewerbsfähigkeit
Trotz stabiler Rahmenbedingungen und durchwegs guter Qualifikation der Teams ist Österreich als Forschungsstandort in vielen internationalen Rankings gut, aber nicht perfekt. Das heimische Image gilt bei ausländischen Investoren als verstaubt, um nicht zu sagen angekratzt, so die Analyse von K. Aiginger, WIFO. Internationale Unternehmen sind dabei, den Sektor Forschung zu restrukturieren, die Karten werden neu gemischt. Mit Kultur und Gemütlichkeit ist bei der Standortfrage jedoch nicht zu punkten, es geht um Rahmenbedingungen. Die Lobeshymne auf die geistige Elite des Landes ist nicht zu überhören, doch darüber, dass es auch andernorts Eliteschmieden der Feinsten Sorte gibt, wird ungern gesprochen. Benchmarks ja, aber bitte nicht wehtun. Und hier anzusetzen, wäre richtig. Doch vielfach scheitert es am Selbstbewusstsein, und was Globalisierung betrifft tendiert Österreich ohnehin Richtung Osten.
Einstein & Co. brauchen solide Rahmenbedingungen
Die aktuelle Wirtschaftslage muss als Chance gesehen werden. Geänderte Rahmenbedingungen in Verbindung mit neuen Wegen der Wissensproduktion erfordern neue Interventionsformen der öffentlichen Hand. Die staatliche Stärkung der Entwicklungsaktivitäten gilt als ausschlaggebendes Kriterium für den Markterfolg von Innovationen, die Hauptlast der Forschung liegt ohnehin auf der Wirtschaft. Gemeinsames Agieren bedeutet Vorsprung, noch nie zuvor war es so wichtig, Kompetenzen zielgerichtet zu bündeln. Die weit reichende Vernetzung bietet eine weitere Chance, auch entfernte Ressourcen ohne Zeitverzögerung effizient zusammen zu führen.
Forschungsförderung wichtiger denn je
Während für kriselnde Banken stets ausreichend Geld zur Verfügung steht, wird der wichtige Forschungsbereich reichlich kurz gehalten. Manche Innovationen sind mit enormen finanziellen Belastungen verbunden, doch ohne greifbare Rentabilität sind auch gute Ideen und Visionen zum Scheitern verurteilt, da sie den Markt erst gar nicht erreichen. Zudem ist zu bedenken, dass manche Ideen in der Umsetzung sehr viel Geduld und Ausdauer verlangen, Forschungsprojekte brauchen Zeit. Wie es aussieht, bringt Horizon 2020, das neue EU-Forschungsrahmenprogramm, frischen Wind in die Szene. Der Schwerpunkt dabei liegt auf der wirtschaftlichen Umsetzung von Forschungsergebnissen, Innovationen müssen effizient auf den Markt gebracht werden.
Karriere im Forschungsbereich
Die aktuellen Rahmenbedingungen für Karrieren im Forschungsbereich gelten vielfach als unattraktiv. Flexibilität schafft Spielraum für Kreativität, starre Strukturen bremsen den Fortschritt. Das System muss spürbar dynamisiert werden. Der Gedanke der Nachhaltigkeit könnte vielfach die erforderlichen Impulse für Entscheidungen auslösen, es braucht jedoch ein geeignetes Instrumentarium, um talentierte junge Menschen für die Forschung zu begeistern. Die Herausforderung liegt darin, engagierte Persönlichkeiten in deren Visionen zu stärken und attraktive Perspektiven zu schaffen.
Forschungsgemeinschaft zuversichtlich
Die Indikatoren aus Forschung und Entwicklung definieren die Wirtschaftsleistung. Was die Forschungsförderungsgesellschaft betrifft ist spürbare Zuversicht zu erkennen. Wirtschaftskrise hin oder her, die Experten des FFG sehen Österreich gut aufgestellt. Viel versprechende Kooperationen sind in greifbarer Nähe, tragfähige strategische Innovationspartnerschaften mit der Industrie sind nur eine der vielen weiteren Möglichkeiten, langfristig konkurrenzfähig zu bleiben. Bestehende gesetzliche Einschränkungen müssen jedoch beseitigt werden, die Politik muss Signale setzen und administrative Barrieren abbauen. Effiziente Investitionen sind ausschlaggebend für eine solide Forschungsbasis, es geht wie so oft um Planbarkeit. Der Innovationsgeist ist vorhanden, doch lange Vorlaufzeiten erfordern reichlich Stehvermögen. Antizyklische Investitionen wären wichtige Impulse, um gerade in schwierigen Zeiten Kontinuität zu beweisen und die Forschungsstrategie zu realisieren.


















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