Europäisches Kulturprogramm
"Kreatives Europa" heißt der Entwurf für ein neues Programm der Europäischen Kommission für die Kultur- und Kreativbranche. Abgeordnete und Experten begrüßten den Vorschlag, fordern jedoch Nachbesserungen.

Bild: Gerd Altmann/pixelio.de
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"Es ist ein gutes Zeichen, dass Bildung, Forschung und Kultur nun mehr Unterstützung erwarten können. Endlich sieht die Kommission den Wert der Kultur- und Kreativwirtschaft", erklärt die italienische Berichterstatterin Silvia Costa (Sozialdemokraten). Der Text sei jedoch noch sehr vage. Auch würde der Zusammenschluss der unterschiedlichen Programme die Lage nicht vereinfachen, sonder nur mehr Verwirrung hervorrufen.
Die deutsche Abgeordnete und Vorsitzende des Kulturausschusses, Doris Pack, von den Christdemokraten verweist auf gute Erfahrungen mit Vorgängerprogrammen. Wichtig für die Arbeit der Abgeordneten seien nun aber detaillierte Informationen der EU-Kommission zum Budget des Programms.
"Wir müssen das Budget für Kulturprojekte erhöhen. Denn Kultur hilft uns, besser mit dieser komplexen Welt umzugehen und kommt auch den kommenden Generationen zugute. Wir dürfen nicht vergessen, dass die EU in Sachen Kultur immer noch Weltspitze ist", betont auch der Vorsitzende des Lux-Preises 2012, Radu Mihaileanu.
Maßnahmen der Kommission
Der Vorschlag der Europäischen Kommission sieht vor, rund 2.500 Kinos zu unterstützen, damit diese etwa die Hälfte ihres Programms mit europäischen Filmen bestreiten. Auch die Literaturbranche soll gefördert werden. Geplant sind Subventionen für die Übersetzung von mehr als 5500 Büchern und anderen literarischen Werken. Mit weiteren Geldern sollen rund 300.000 Künstler einem europaweiten Publikum vorgestellt werden.
Im November 2011 hatte die Europäische Kommission das Programm "Kreatives Europa" vorgeschlagen. Der Vorschlag wird nun im Rat und im Kulturausschuss des Parlaments diskutiert. Im Oktober 2012 wird das Parlament seinen Bericht präsentieren.


















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