Mittwoch 22. Mai 2013, 16:52

Global

Europäischer Tag gegen Menschenhandel

Anlässlich des sechsten Europäischen Tages gegen Menschenhandel wird EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström an einer Konferenz über die Gestaltung künftiger Maßnahmen und die Zusammenarbeit aller Akteure bei der Beseitigung des Menschenhandels teilnehmen.

Europäischer Tag gegen Menschenhandel
Europäischer Tag gegen Menschenhandel
Bild: BKA/HBF/ Georg Stefanik
Die zyprische Innenministerin Eleni Mavrou und die EU-Koordinatorin für die Bekämpfung des Menschenhandels Myria Vassiliadou nehmen ebenfalls an der Veranstaltung teil, die von der Europäischen Kommission und vom zyprischen EU-Ratsvorsitz organisiert wird. Menschenhandel bleibt ein schwerwiegendes Problem in der Europäischen Union. Laut Schätzungen der Internationalen Arbeitsorganisation sind 880 000 Menschen in der EU – d. h. 1,8 von 1000 Einwohnern – Opfer von Zwangsarbeit, einschließlich erzwungener sexueller Ausbeutung. Nach der neuesten Eurobarometer-Umfrage sind sich 93 % der Europäer darin einig, dass die EU-Mitgliedstaaten gemeinsam gegen Menschenhandel vorgehen sollten.

Zum Zwecke der Profiterzielung ihrer Freiheit beraubt

„Dass Menschen zum Zwecke der Profiterzielung ihrer Freiheit beraubt, ausgebeutet und als Ware feilgeboten werden, ist ein gravierender Verstoß gegen die Menschenrechte. Menschenhandel jeglicher Art kann nicht geduldet werden, weder in Europa noch anderswo in der Welt. Wir haben weitreichende Rechtsvorschriften und Maßnahmen zur Bekämpfung von Menschenhandel entwickelt und erkennen auch den entsprechenden politischen Willen bei den Mitgliedstaaten. Jetzt muss der Schwerpunkt auf der Umsetzung der Vorschriften in die Praxis liegen. Wir sind moralisch und rechtlich zum Handeln verpflichtet und müssen dabei mit internationalen Organisationen, Drittländern, Organisationen der Zivilgesellschaft, dem privaten Sektor und mit allen anderen maßgebenden Akteuren innerhalb und außerhalb der EU partnerschaftlich zusammenarbeiten. Wir können den Menschenhandel nur gemeinsam beseitigen”, erklärte Cecilia Malmström.

Die Konferenz bietet der Europäischen Kommission die Möglichkeit, die Mitgliedstaaten dazu anzuhalten, die neuen EU-Rechtsvorschriften zur Bekämpfung des Menschenhandels zeitnah umzusetzen und die in der neuen EU-Strategie genannten konkreten praktischen Maßnahmen zur wirksamen Bekämpfung dieses abscheulichen Verbrechens durchzuführen. Die Mitgliedstaaten haben die EU-Richtlinie zur Bekämpfung des Menschenhandels jetzt in weniger als sechs Monaten umzusetzen.

Politischen Initiativen der EU

Die Veranstaltung vereint hochrangige politische Entscheidungsträger, Regierungsbeamte aus allen Mitgliedstaaten, Vertreter von Organisationen der Zivilgesellschaft und des privaten Sektors, Sachverständige, Betreuer von Opfern sowie Künstler und die Medien. Die Teilnehmer werden gemeinsam erörtern, wie die praktische Arbeit zu sämtlichen Aspekten des Menschenhandels erleichtert und die kohärente Umsetzung der politischen Initiativen der EU sichergestellt werden kann.

Die auch Journalisten zugängliche Konferenz konzentriert sich auf die künftige Stärkung der Zusammenarbeit und der Partnerschaften, der Prävention, des Schutzes und der Unterstützung der Opfer sowie der strafrechtlichen Verfolgung der Menschenhändler.


 




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