Freitag 24. Mai 2013, 09:54

Bildung & Kultur

Europäische Bürgerpreise gehen nach Deutschland

Fünf europäische Projekte aus Deutschland, die durch Bürgerengagement initiiert und getragen werden, erhalten den Europäischen Bürgerpreis 2012. Zu den ausgezeichneten Projekten gehört die Aktion "Stolpersteine" von Gunter Demnig aus Frechen, das von Giesela Paterkiewics initiierte Schülerbildungsprojekt der Berufsbildenden Schule Syke, die europäische Schülerzeitung DEFRIT aus Holzgerlingen, der Arbeitskreis Schule Rhauderfehn e.V. und die Deutsch-Französische Gesellschaft Montabaur.

Europäische Bürgerpreise gehen nach Deutschland
Europäische Bürgerpreise gehen nach Deutschland
Bild: DEFRIT/stoplersteine
Sie alle werden Ende September im Rahmen einer Feierstunde im Europäischen Haus in Berlin geehrt. Der Präsident des Europäischen Parlaments,  Martin Schulz und Vize-Präsident Alexander Alvaro werden die Medaille des Europäischen Bürgerpreises überreichen.

Seit 2008 zeichnet das Europäische Parlament EU-Bürgerinnen und -Bürger für außergewöhnliche Leistungen aus. Einzelne Bürger aber auch Organisationen und Vereine, die sich für ein besseres Miteinander und engere Integration zwischen den Menschen in Europa engagiert haben, können mit dem Europäischen Bürgerpreis geehrt werden. Vorgeschlagen werden mögliche Preisträger von den Europa-Abgeordneten in jedem Land.

Außergewöhnliches Engagement für ein besseres gegenseitiges Verständnis und Integration

Der Europäische Bürgerpreis soll außergewöhnliches Engagement für ein besseres gegenseitiges Verständnis und Integration in der EU belohnen. Ausgezeichnet werden auch Initiativen für bessere grenzüberschreitende Zusammenarbeit innerhalb Europas und die praktische Anwendung der Werte der EU-Grundrechtscharta (Gastfreundschaft, Toleranz, Solidarität).
Dieses Jahr schlugen die Abgeordneten insgesamt 61 Kandidaten aus 19 Mitgliedsstaaten vor. Jurys in den einzelnen EU-Staaten haben schließlich den Kreis der Kandidaten weiter einschränken und im Juni bestimmte schließlich eine Jury in Brüssel, geführt von Parlamentspräsident Martin Schulz, 38 Gewinner, darunter die fünf ausgezeichneten Projekte aus Deutschland.

Stolpersteine
Ein Projekt, welches die Erinnerung an die Vertreibung und Vernichtung der Juden, Zigeuner, politisch Verfolgten, Homosexuellen, der Zeugen Jehovas und der Euthanasieopfer im Nationalsozialismus lebendig erhält.

Das Schülerbildungsprojekt der Berufsbildenden Schule Syke
„It is normal to be different!“ Junge Europäer mit und ohne Down-Syndrom aus Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Polen, Spanien und Deutschland untersuchen die Entwicklung von Diskriminierung und Verfolgung von Menschen mit geistiger Beeinträchtigung, in der Vergangenheit (NS-Zeit, Kommunismus) bis zu ihrer angestrebten Inklusion angesichts der UN-Behindertenrechtskonvention in der Gegenwart.

Die europäische Schülerzeitung DEFRIT
Das Projekt beruht auf der Freundschaft einer deutschen, einer französischen, und einer italienischen Schule. Vor einigen Jahrzehnten beschlossen diese, gemeinsam eine Schülerzeitung herauszubringen. Sie benannten sie nach den Anfangsbuchstaben der Länder, aus denen sie kamen.

Der Arbeitskreis Schule Rhauderfehn e.V.
Der Arbeitskreis Schule Rhauderfehn e.V. (AKSR) wurde 1973 in Rhauderfehn-Burlage gegründet. Er ist Träger der Jugendhilfe und als gemeinnützig anerkannt. Geleitet wird der Verein von einem 5-köpfigen ehrenamtlichen Vorstand. Der Verein versteht sich als Lobby für Benachteiligte und Arbeitslose, insbesondere für arbeitslose Jugendliche und Langzeitarbeitslose.

Die Deutsch-Französische Gesellschaft Montabaur
Die Deutsch-Französische Gesellschaft (DFG) wurde 1970 im Rahmen der Städtepartnerschaft zwischen der Stadt Montabaur und der Stadt Tonnerre (Burgund) gegründet. Aufgabe der DFG ist es, die deutsch-französischen Beziehungen auf allen Gebieten zu fördern und zu vertiefen.

 


 




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