Sonntag 26. Mai 2013, 05:01

Europapolitik

Europa-Stimmen zur Griechenland-Wahl

In Europa ist die Erleichterung über den Ausgang der Wahlen in Griechenland deutlich hörbar. Allerdings warten auf die neue Regierung schwierige Aufgaben, vor allem die Einhaltung des mit der EU geschlossenen Vertrages, der 130 Milliarden Euro Hilfsleistungen für Griechenland umfasst.

Europa-Stimmen zur Griechenland- Wahl
Europa-Stimmen zur Griechenland- Wahl
Bild: Dieter Schütz/pixelio.de
In einer gemeinsamen Erklärung zur Wahl in Griechenland sagen die Präsidenten Herman Van Rompuy und José Manuel Barroso: "Das griechische Volk hat gesprochen. Wir respektieren ihre demokratische Wahl. Wir sind zuversichtlich, dass das Wahlergebnis zu einer schnellen Regierungsbildung führen wird.

Wir begrüßen den Mut und die Widerstandskraft der griechischen Bürger, dass sie die Opfer, die von ihnen verlangt werden, bringen wollen, um die griechische Wirtschaft neu aufzubauen und für nachhaltiges Wachstum in ihrem Land zu sorgen.

Wir werden auch weiterhin zu Griechenland als Mitglied der EU-Familie und der Euro-Zone stehen.
Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit der neuen Regierung und werden weiterhin die Bemühungen Griechenlands unterstützen, um seine Wirtschaft auf einen nachhaltigen Pfad bringen.

Das zweite Programm zur wirtschaftlichen Anpassung zwischen Griechenland und der Eurogruppe ist auf der Basis vereinbart, Wachstum, Wohlstand und Arbeitsplätze für das griechische Volk zu fördern.
Wir sind bereit, Griechenland weiter bei der Erreichung dieser Ziele zu unterstützen."

Schluss mit Parteitaktik

"Die Griechen haben klargestellt, dass Sie zum Euro und zu den Vereinbarungen mit der EU stehen", begrüßt der Vizepräsident des EU-Parlaments Othmar Karas das Ergebnis der gestrigen Parlamentswahlen in Griechenland. "Jetzt muss Schluss sein mit parteitaktischen Spielchen. Die pro-europäischen Parteien müssen jetzt ihre staats- und europapolitische Verantwortung wahrnehmen und rasch eine Regierung bilden", fordert Karas. "Die Griechen haben der Nea Dimokratia und der Pasok die Chance gegeben, zu ihrer Verantwortung zu stehen. Ich hoffe, sie haben aus ihren Fehlern gelernt", so der Parlamentsvizepräsident.

Das Wahlergebnis zeigt, dass die Parteien, die so getan haben, als gäbe es einfache Auswege aus der Krise oder eine Alternative zu tiefgreifenden Strukturreformen, die meisten Wähler nicht überzeugt haben. "Dies gibt Hoffnung für die Zukunft", so Karas.


 




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