Samstag 22. November 2014, 17:22

Regionalpolitik

Europa in Aktion: Ein Jahr EU-Donau-Strategie

Auf dem ersten Jahresforum im bayerischen Regensburg werden die Ergebnisse des ersten Jahres der Umsetzung der EU-Donaustrategie gewürdigt. Gastgeber der Veranstaltung sind die Bayerische Staatsregierung und der für Regionalpolitik zuständige EU-Kommissar Johannes Hahn.

Europa in Aktion: Ein Jahr EU-Donau-Strategie
Europa in Aktion: Ein Jahr EU-Donau-Strategie
Bild: danube-region.eu
Mit der Donaustrategie wird in 14 Ländern nach gemeinsamen Lösungen für gemeinsame Herausforderungen in Bereichen wie Verkehr, Sicherheit, Tourismus, Umwelt, Energie, Beschäftigung und Wachstum gesucht.

Vor dem Forum am 27. und 28. November sagte der EU-Kommissar für Regionalpolitik, Johannes Hahn: „Ich bin davon überzeugt, dass diese Strategie einen wichtigen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit in diesem Teil Europas leistet. Die Projekte gewinnen an Fahrt und zeigen bereits Ergebnisse. In Regensburg werden wir darüber sprechen, wie die Strategie dahingehend optimiert werden kann, dass sie Veränderungen bewirkt, die spürbare Auswirkungen auf das Leben der Menschen in diesem Raum haben, und zwar jetzt und im nächsten EU-Ausgabenzeitraum.“

EU-Strategie für den Donauraum

Am Jahresforum, auf dessen Programm eine Bestandsaufnahme und ein Ausblick auf das weitere Vorgehen stehen, nehmen Vertreter der 14 an der Strategie beteiligten Länder, darunter zahlreiche Minister und Staatssekretäre, teil. Daneben werden führende Persönlichkeiten aus Privatwirtschaft, regionalen Unternehmen, Zivilgesellschaft und Wissenschaft anwesend sein. Bundeskanzlerin Merkel wird eine Grundsatzrede halten.

Die EU-Strategie für den Donauraum wurde am 13. April 2011 eingeleitet und führt zu einer engeren Zusammenarbeit zwischen Ländern und Regionen entlang der Makroregion Donau. Ziel dieser Strategie sind strategische Investitionen in Schlüsselbereiche, der Aufbau von Netzwerken aus Verwaltungen, Unternehmern, KMU und Forschern sowie die Entwicklung der Zusammenarbiet in Bereichen wie Sicherheit und Tourismus.

Initiativen und Projekte

Die Strategie hat bereits dazu beigetragen, einige wichtige Initiativen und Projekte auf den Weg zu bringen:

Vereinbarung zwischen Rumänien und Bulgarien über die Schifffahrt auf der Donau

Gasmarktmodell für den Donauraum, dessen Ergebnisse so ermutigend sind, dass sie auf die ganze EU ausgeweitet werden könnten

Tourismusmarke Donau: Innovatives Marketing der Makroregion mit nachhaltigem Schifffahrts- und Radwegekonzept und einer neuen, bereits in Bau befindlichen Kreuzfahrtflotte

Strafverfolgung: In diesem Bereich gibt es gemeinsame Projekte der Regionen mit Europol, z. B. zur Aufdeckung der organisierten Kriminalität und zur Bekämpfung von Korruption im Donauraum.

Projekt zu Überschwemmungsgefahr an der Donau: 19 Einrichtungen aus acht Ländern nehmen an diesem Projekt zur Erstellung von Überschwemmungskarten und zum Schutz des Donauraums teil.

Donaugeschäftsforum (Danube Business Forum): Erstes Netzwerkforum für kleine und mittlere Unternehmen im Donauraum (mit 300 beteiligten KMU)

Projekt innovative Schiffe: Entwicklung des nachhaltigen Verkehrs auf der Donau. Neue technologische Lösungen mit der für Forschung und Innovation zuständigen Kommissionsstelle




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