EU will Sicherheitszertifikat für Cloud Computing
EU-Kommissarin Neelie Kroes sieht bei Dienstleistungen wie der Digitalen Wolke (Cloud) vor allem bei Haftungsfragen von ausgelagerten Daten dringenden Regelungsbedarf.

Bild: bOmb/flickr.com
Vor allem in der mangelnden Rechtssicherheit sieht Kroes ein Problem. Wer haftet, wenn in die Wolke ausgelagerte Daten verlorengehen oder gar gestohlen werden?
Beim Cloud Computing, dem Rechnen in der Datenwolke im Internet, sind Fotos, Musikstücke und andere Dateien oder Anwendungen nicht mehr auf einem festen Rechner gespeichert, sondern in das Netz ausgelagert. Die Daten befinden sich auf großen Servern irgendwo in der Welt, die Nutzer rufen sie über ihren Internetbrowser auf. Das kann von jedem Computer oder Smartphone geschehen.
"Cloud Computing" boomt
Die EU-Strategie, aus deren Entwurf die "Financial Times Deutschland (FTD)" vorab zitierte, will der unübersichtlichen Lage mit einheitlichen Regeln entgegenwirken. Das großflächige Auslagern von Daten käme einer "Revolution" gleich, sagte Kroes im Juni. "In einem Land wie Deutschland könnte das Cloud Computing nach verschiedenen Schätzungen über fünf Jahre mehr als 200 Milliarden Euro einbringen."
In dem Entwurf der Mitteilung schlägt Kroes laut "FTD" ein Zertifikat vor, das dem Nutzer zeigt, inwieweit die Anbieter Datenschutz und Sicherheit garantieren. Außerdem sollten demnach die sogenannten Standardvertragsklauseln für die Verarbeitung personenbezogener Daten neu formuliert werden.


















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