EU-Umweltminister entscheiden über Elektroschrott
Brüssel - In der EU sollen künftig mehr Elektro- und Elektronikgeräte gesammelt und wiederverwertet werden. Allerdings sind sich die 27 EU-Staaten über die Details der geplanten Elektroschrott-Vorgaben noch nicht einig.

Bild: Bettina Blass / aboutpixel.de
Am Rande der Konferenz dürfte auch der Atomunfall in Japan zur Sprache kommen. Das Thema steht jedoch nicht auf der Tagesordnung.
Laut EU-Kommission werden derzeit im Schnitt nur ein Drittel der Elektro-Altgeräte fachgerecht entsorgt. Nach einem Vorschlag des ungarischen EU-Ratsvorsitzes soll dieser Anteil in vier Jahren auf 45 Prozent steigen und sich in acht Jahren auf 65 Prozent mehr als verdoppeln. Die EU-Kommission hatte noch strengere Ziele vorgeschlagen. Wird die Richtlinie angenommen, soll sie Rechtssicherheit für Unternehmen schaffen und den illegalen Export von Elektroschrott bremsen.
Nach Angaben von EU-Diplomaten sind die skandinavischen Länder heute mit fast 65 Prozent Spitzenreiter beim fachgerechten Sammeln von Elektroschrott. Am schlechtesten stehen die neuen Mitgliedstaaten in Südosteuropa da, die deshalb eine Sonderregel fordern. Deutschland hat insgesamt eine Sammelquote von knapp 40 Prozent. Dennoch landen etwa 90 Prozent aller Energiesparlampen im Hausmüll.
Deutschland wird bei dem Treffen von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) vertreten. Weitere Programmpunkte des Treffens sind unter anderem genveränderte Organismen und niedrigere CO2-Emissionen.


















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