EU-Staaten sollen außerhalb von Schule und Hochschule erworbene Fähigkeiten anerkennen
Im Rahmen ihrer Strategie zur Schaffung von Arbeitsplätzen und Wachstum hat die Europäische Kommission eine Initiative ins Leben gerufen, mit der sie die Anerkennung der außerhalb von Schule und Hochschule erworbenen Fähigkeiten und Kompetenzen fördern will.

Bild: EC
Mit dieser Empfehlung drängt die Kommission die Mitgliedstaaten zur Einführung nationaler Systeme zur Validierung der Ergebnisse nichtformalen und informellen bis zum Jahr 2015. Gibt es solche Systeme, so können Bürgerinnen und Bürger eine vollständige oder teilweise Qualifikation auf der Grundlage von Fähigkeiten und Kompetenzen erlangen, die sie außerhalb des Systems der formalen Bildung erworben haben. Umfassende Systeme für die Validierung der Ergebnisse nichtformalen und informellen Lernens gibt es derzeit nur in Finnland, Frankreich, Luxemburg und den Niederlanden.
Kompetenzen ausbauen und Beschäftigungsfähigkeit verbessern
„Wir wollen, dass alle Bürgerinnen und Bürger die am Arbeitsplatz, bei zivilgesellschaftlichen Gruppen oder im Internet vorhandenen Gelegenheiten zum Lernen optimal nutzen, um so ihre Kompetenzen auszubauen und ihre Beschäftigungsfähigkeit zu verbessern,“ sagte Androulla Vassiliou, Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend. „In Zeiten, in denen die Arbeitslosigkeit hoch und das Wachstum gering ist, muss Europa ein ausgewogenes Angebot an Qualifikationen und Kompetenzen vorweisen können, denn nur so können wir für mehr Wettbewerbsfähigkeit, Wohlstand und soziale Inklusion sorgen.“
Der Vorschlag der Kommission geht zurück auf die Initiativen „Eine Agenda für neue Kompetenzen und Beschäftigungsmöglichkeiten“ und „Jugend in Bewegung“, die Bestandteil der Strategie Europa 2020 sind.
Der Vorschlag der Kommission für das neue Programm Erasmus für alle 2014-2020 sieht eine Finanzierung sämtlicher Bildungssektoren vor, also des Schul- und Hochschulbereichs, der Erwachsenen- und der Berufsbildung sowie des nichtformalen und informellen Lernens.
Der Vorschlag der Kommission wird nunmehr im Rat diskutiert und dürfte am 23. oder 24. November im Rat der Minister für Bildung und Jugend verabschiedet werden.


















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