Mittwoch 19. Juni 2013, 15:33

Umwelt & Agrar

EU soll Vorreiter bei der Bekämpfung der Abfälle im Meer werden

Abfälle im Meer stellen weltweit eine große Gefahr für die Küsten- und Meeresumwelt dar. Die Meereshabitate sind mit Müll und sonstigen Abfällen verschmutzt, was zunehmend ökologische, wirtschaftliche, gesundheitliche und ästhetische Probleme verursacht. Die Europäische Kommission will im Einklang mit den Verpflichtungen, die in diesem Sommer in Rio eingegangen wurden, dazu beitragen, dass das Auftreten und die Folgen dieser Verschmutzung der Meeresökosysteme eingedämmt werden, indem für dieses weltweite Problem sensibilisiert wird.

EU soll Vorreiter bei der Bekämpfung der Abfälle im Meer werden
EU soll Vorreiter bei der Bekämpfung der Abfälle im Meer werden
Bild: CFalk/pixelio.de
Hierzu erklärte EU-Umweltkommissar Janez Potočnik: „Auf dem Rio +20-Umweltgipfel haben sich führende Politiker aus aller Welt verpflichtet, den Abfall im Meer bis 2025 deutlich zu verringern. Die Europäische Kommission will bei diesen Bemühungen eine Vorreiterrolle einnehmen und eng mit den Mitgliedstaaten, regionalen Meeresschutzübereinkommen und Interessenträgern zusammenarbeiten, um gemeinsame Initiativen zur Behebung dieses Problems zu erarbeiten."

Wasserwirtschaft, Ressourceneffizienz und Abfallbewirtschaftung

Abfälle im Meer bestehen zu bis zu 80 % aus Kunststoff und stammen aus den verschiedensten Quellen. Kunststoff wird normalerweise im Meer nicht abgebaut und bleibt möglicherweise über Hunderte von Jahren erhalten. Die Veröffentlichung kommt zu dem Schluss, dass die politischen Maßnahmen zur Wasserwirtschaft, Ressourceneffizienz und Abfallbewirtschaftung sowie zum Meeres- und Naturschutz und die Rechtsvorschriften zur Schifffahrts- und Hafeninfrastruktur zwar dazu beitragen können, das Problem zu beheben, aber besser umgesetzt werden müssen.
Bisherige Versuche wurden durch einen Mangel an zuverlässigen Daten über den genauen Umfang und die Art des Problems beeinträchtigt. Aber dieser Mangel dürfte jetzt teilweise behoben sein, da sich die Datenlage inzwischen verbessert hat. Bis 15. Oktober 2012 mussten die Mitgliedstaaten im Zuge der Umsetzung der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie eine erste Beurteilung des Zustands ihrer Meeresgewässer, ihre Definition des „guten Umweltzustands“ und die Ziele, die sie sich zu dessen Erreichung gesteckt haben, übermitteln. Die Kommission prüft zurzeit diese Berichte der Mitgliedstaaten und will 2013 ihre Bewertung veröffentlichen.


 




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