EU soll Vorreiter bei der Bekämpfung der Abfälle im Meer werden
Abfälle im Meer stellen weltweit eine große Gefahr für die Küsten- und Meeresumwelt dar. Die Meereshabitate sind mit Müll und sonstigen Abfällen verschmutzt, was zunehmend ökologische, wirtschaftliche, gesundheitliche und ästhetische Probleme verursacht. Die Europäische Kommission will im Einklang mit den Verpflichtungen, die in diesem Sommer in Rio eingegangen wurden, dazu beitragen, dass das Auftreten und die Folgen dieser Verschmutzung der Meeresökosysteme eingedämmt werden, indem für dieses weltweite Problem sensibilisiert wird.

Bild: CFalk/pixelio.de
Wasserwirtschaft, Ressourceneffizienz und Abfallbewirtschaftung
Abfälle im Meer bestehen zu bis zu 80 % aus Kunststoff und stammen aus den verschiedensten Quellen. Kunststoff wird normalerweise im Meer nicht abgebaut und bleibt möglicherweise über Hunderte von Jahren erhalten. Die Veröffentlichung kommt zu dem Schluss, dass die politischen Maßnahmen zur Wasserwirtschaft, Ressourceneffizienz und Abfallbewirtschaftung sowie zum Meeres- und Naturschutz und die Rechtsvorschriften zur Schifffahrts- und Hafeninfrastruktur zwar dazu beitragen können, das Problem zu beheben, aber besser umgesetzt werden müssen.
Bisherige Versuche wurden durch einen Mangel an zuverlässigen Daten über den genauen Umfang und die Art des Problems beeinträchtigt. Aber dieser Mangel dürfte jetzt teilweise behoben sein, da sich die Datenlage inzwischen verbessert hat. Bis 15. Oktober 2012 mussten die Mitgliedstaaten im Zuge der Umsetzung der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie eine erste Beurteilung des Zustands ihrer Meeresgewässer, ihre Definition des „guten Umweltzustands“ und die Ziele, die sie sich zu dessen Erreichung gesteckt haben, übermitteln. Die Kommission prüft zurzeit diese Berichte der Mitgliedstaaten und will 2013 ihre Bewertung veröffentlichen.


















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