EU-Parlamentschef will Freihandelsabkommen mit USA
EU-Parlamentspräsident Martin Schulz hat ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA gefordert. Der Abschluss eines Abkommens bis 2015 würde dem Wirtschaftswachstum auf beiden Seiten des Atlantiks einen "großen Schub" geben, sagte der deutsche Sozialdemokrat. Allerdings gebe es noch Vorbehalte wegen unterschiedlicher Standards bei Klima- und Umweltschutz sowie Nahrungsmittelsicherheit.

Bild: APA
Über ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA wird seit Jahren diskutiert, zu konkreten Fortschritten ist es aber trotz der Gründung einer Arbeitsgruppe im vergangenen Jahr nicht gekommen. Die EU verkaufte 2011 Waren im Wert von 260 Milliarden Euro in die USA und führte US-Produkte für 184 Milliarden Euro ein. Das Europaparlament in Straßburg müsste einem Freihandelsabkommen mit Washington zustimmen.
Schulz warnte in seiner Rede an der Johns-Hopkins-Universität in Washington auch vor Verzögerungen bei der Einführung der neuen internationalen Kapitalregeln für Banken, die unter dem Namen Basel III bekannt sind. "Wir brauchen so schnell wie möglich eine stärkere und tiefere Regulierung der Finanzmärkte", sagte der Präsident des Europaparlaments. Ansonsten drohe eine weitere Krise.


















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