EU-Mitarbeiter – Qualität gefragt
Die Europäische Kommission veranstaltete heute erstmals gemeinsam mit der französischen École Nationale d'Administration (ENA) in Paris ein Seminar über Einstellungsverfahren. Vizepräsident Maroš Šefcovic wird bei dieser Gelegenheit die jüngsten Entwicklungen bei den Auswahlmethoden für EU-Bedienstete darlegen.

Bild: Europ. Union
Vizepräsident Šefcovic sagte, dass es angesichts der Herausforderungen, vor denen wir heute auf EU- und nationaler Ebene stehen, für die öffentlichen Verwaltungen wichtiger denn je sei, die allerbesten Mitarbeiter auszuwählen. Die bei der heutigen Konferenz vorgestellten Innovationen verdeutlichen die Entschlossenheit der EU, moderne und effiziente Systeme einzusetzen, um Mitarbeiter zu finden, die in der Lage sind, die Probleme von heute zu meistern und das Europa von morgen zu schaffen.
Lösungskompetenz vor angelerntem Wissen
Bereits 2010 hat EPSO, das europäische Amt für Personalauswahl, drei zentrale Änderungen bei der Auswahl künftiger EU-Bediensteter eingeführt. Die Bewerber werden verstärkt nach deren Kompetenzen beurteilt, als auf ihre Kenntnis der EU-Geschichte und –Rechtsvorschriften; Interessenten werden im Jahresrhythmus über die Bewerbungsmöglichkeiten informiert; mit einer einfacheren, effizientere Struktur konnten große Auswahlverfahren von zwei Jahren auf neun Monate Verfahrenslaufzeit verkürzt werden und kleinere Verfahren auf sechs Monate.
Yves Quitin, Generaldirektor für Personal beim Europäischen Parlament und Vorsitzender des EPSO-Leitungsausschusses, sagte bei der Konferenz: „Eine Optimierung der Auswahlverfahren hat erhebliche Auswirkungen darauf, wie Organisationen von Bewerbern wahrgenommen werden. Erfreulich ist, dass öffentliche Einrichtungen wie die ENA und die EU-Organe sich ständig bemühen, von anderen zu lernen und voranzuschreiten. Diese Konferenz ist ein konkretes Beispiel dafür, wie durch einen Erfahrungsaustausch zwischen den EU-Organen und den Regierungen der Mitgliedstaaten die Behörden Europas modernisiert werden können.“
EPSO als europäischer Trendsetter
EPSO-Direktor David Bearfield betont in seinem Beitrag die Wichtigkeit einer Zusammenarbeit des EPSO mit Behörden der Mitgliedstaaten, damit wir unsere Erfahrungen bei der Optimierung der Mitarbeiterauswahl austauschen werden können. Er freue sich, so schloss Bearfield, dass die vom EPSO eingesetzten Auswahlverfahren zunehmend nicht nur in der EU, sondern weltweit als vorbildhaft anerkannt werden.


















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