EU-Lateinamerika-Gipfel in Chile eröffnet
In Santiago de Chile hat am Samstag das 7. Gipfeltreffen der EU mit den Staaten Lateinamerikas und der Karibik begonnen. Staats- und Regierungschefs aus insgesamt 60 Ländern oder deren Vertreter, darunter Bundeskanzler Faymann und Staatssekretär Lopatka, wollen bis Sonntag über Investitionen und den Abbau von Handelsbarrieren sprechen.

Bild: APA
Die Sicherheit der Auslandsinvestitionen und die Verstärkung ihrer sozial- und umweltfreundlichen Ausrichtung stehen im Mittelpunkt der Debatte. Erstmals treten die gastgebenden Staaten nach deren Zusammenschluss 2011 als Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten (CELAC) auf.
Chiles Staatspräsident Sebastián Piñera, der Gastgeber des Treffens, sagte: "China ist unser größter Handelspartner, aber Europa ist viel mehr als einer der beiden wichtigsten Handelspartner. Wir teilen eine Kultur mit Europa. Wir streben eine nachhaltige Allianz mit der EU an." Die EU sei außerdem für sein Land die größte Investitionsquelle.
Boliviens Staatschef Evo Morales hatte sich vor der Eröffnung des Gipfels kritisch zur Marktwirtschaft geäußert: "Wenn wir uns dem Markt unterwerfen, gibt es wirtschaftliche und soziale Probleme, während die Armut weiter wächst", sagte er und warb dafür, die Schere zwischen Arm und Reich von Land zu Land und Kontinent zu Kontinent zu schließen.
Vor allem europäische Staaten wollen allerdings Investitionshemmnisse weiter beseitigen und mehr freien Handel zulassen und setzen dabei auf die Verabschiedung eines entsprechenden Dokuments am Sonntag.
Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel sagte, Kooperation müsse klar an Werten und Prinzipien ausgerichtet sein, die den Austausch im fairen Wettbewerb ohne Handelsbarrieren ermöglichten - "auch in schwierigen Zeiten". EU-Kommissionspräsident José Barroso meinte: "Freie Märkte sind niemals eine Einbahnstraße."


















Kommentar hinzufügen