Sonntag 19. Mai 2013, 00:42

Digitale Agenda


EU-Kommission veröffentlicht Bericht zur Einhaltung der Fernsehrichtlinie

Die Sendezeiten für Werbeblöcke  und Teleshopping sind in vielen EU-Ländern noch zu lang: Die Kommission hat ihren ersten Bericht zur Umsetzung der Fernsehrichtlinie in Brüssel vorgestellt.

Zu viel Werbung
Zu viel Werbung
Bild: Thorsten Freyer/pixelio.de
Sie kam unter anderem zu dem Ergebnis, dass in vielen Mitgliedstaaten die vorgeschriebene Höchstdauer von 12 Minuten pro Stunde von Fernseh-Werbeblöcken regelmäßig überschritten wird.

Die betreffenden Länder haben bereits von der Kommission ein erstes Schreiben dazu erhalten.
Erfreulich ist, dass die Regeln zu Werbung in Kindersendungen und zu Alkohol fast durchweg eingehalten werden. Fünf Staaten haben Werbung in Kindersendungen sogar vollständig verboten. Bis auf Polen und Belgien habe alle Mitgliedstaaten die Fernsehrichtlinie bereits vollständig in ihre nationale Gesetzgebung übertragen.

Fernsehrichtlinie funktioniert

"Der Bericht zeigt, dass die Fernsehrichtlinie funktioniert", sagte Neelie Kroes, die für die Digitale Agenda zuständige Vizepräsidentin der Kommission. Unzufrieden zeigte sie sich jedoch mit der Entwicklung des Internetfernsehens.

Denn obwohl viele der verkauften Geräte internetkompatibel sind, nutzen nur 20 bis 30 Prozent dieses Angebot. Die Kommission hat daher in der zweiten Jahreshälfte eine öffentliche Konsultation zum Internetfernsehen angekündigt.
 


 




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