Donnerstag 23. Oktober 2014, 04:59

Technologie, Forschung

EU-Kommission finanziert Lehrstühle für die Spitzenforschung in weniger entwickelten Regionen

Universitäten und Forschungseinrichtungen in den weniger entwickelten Regionen in Europa werden im Rahmen eines Pilotprogramms der Europäischen Kommission Finanzhilfen in Höhe von insgesamt 2,4 Mio. EUR erhalten. Ziel der sogenannten EFR-Lehrstühle ist es, herausragende Wissenschaftler für Einrichtungen anzuwerben, die international als Spitzenforschungsinstitute anerkannt werden wollen.

EU-Kommission finanziert Lehrstühle für die Spitzenforschung in weniger entwickelten Regionen
EU-Kommission finanziert Lehrstühle für die Spitzenforschung in weniger entwickelten Regionen
Bild: Andreas Dengs, www.photofreaks.ws/©www.pixelio.de
Máire Geoghegan-Quinn, EU-Kommissarin für Forschung, Innovation und Wissenschaft: „In vielen Regionen in Europa ist bei der Forschung ein erheblicher Rückstand zu verzeichnen, und zwar sowohl hinsichtlich ihrer Gesamtleistung als auch in Bezug auf ihre Beteiligung an von der EU finanzierten Forschungsinitiativen. Mein Ziel ist es, dafür zu sorgen, dass niemand zurückbleibt, nicht aus Nächstenliebe, sondern weil es sowohl aus Sicht der Forschung als auch ökonomisch Sinn macht, dass sich ein möglichst breiter Kreis von Einrichtungen an unseren Programmen beteiligt. Deshalb starten wir die Initiative zu den EFR-Lehrstühlen“.

Mit der Initiative zu den EFR-Lehrstühlen werden Universitäten und sonstige Einrichtungen unterstützt, damit sie ein Forschungsniveau erreichen, das sie auf internationaler Ebene konkurrenzfähig macht. Dazu müssen sie nachweisen, dass sie die Ausstattung und Rahmenbedingungen für herausragende Forschung im Einklang mit dem Europäischen Forschungsraum (EFR) bieten können. Die ausgewählten Einrichtungen werden EFR-Lehrstühle an herausragende Wissenschaftler vergeben, die die Kapazität haben, die Standards zu erhöhen, höher qualifizierte Mitarbeiter anzuwerben sowie finanzielle Mittel aus anderen Quellen – etwa von der EU-Forschungsförderung oder von regionalen Fonds – zu erhalten.

Ressourcen in diesen Regionen bündeln

Johannes Hahn, Kommissar für Regionalpolitik: „Indem wir unsere Ressourcen in diesen Regionen bündeln, können wir dafür sorgen, dass diese Initiative auf Dauer Bestand haben wird. Wenn wir die EU-Forschungsfinanzierung mit den EU-Regionalfonds kombinieren, können wir diesen Wissenschaftlern und ihren Teams Labors und Ausrüstung zur Verfügung stellen. Auf diese Weise werden wir die Forschungs- und Innovationslücke schließen und dazu beitragen, diese Ideen in konkrete Wachstumschancen umzusetzen.“

In der Pilotphase zu den EFR-Lehrstühlen wird das Konzept getestet. Die hierfür veranschlagten 12 Millionen EUR werden aus den Mitteln des laufenden siebten Forschungsrahmenprogramms (2007-2013) bestritten. Sollte sich das Konzept als erfolgreich erweisen, schlägt die Kommission vor – je nach Umfang des Budgets des künftigen Rahmenprogramms „Horizont 2020“ (2014-2020) – eine weitaus größere Zahl von EFR-Lehrstühlen finanziell zu unterstützen.




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