Samstag 25. Oktober 2014, 17:58

Sicherheit

EU-Initiative zur Bekämpfung der Piraterie im Golf von Guinea

Ein neues Projekt zur Verbesserung der Sicherheit der Seeverkehrswege zwischen sieben afrikanischen Ländern im Golf von Guinea wurde von der Europäischen Union angekündigt.

EU-Initiative zur Bekämpfung der Piraterie im Golf von Guinea
EU-Initiative zur Bekämpfung der Piraterie im Golf von Guinea
Bild: European External Action Service - EEAS
Mit dem Programm Kritische Seeverkehrswege im Golf on Guinea (Critical Maritime Routes in the Gulf of Guinea Programme, CRIMGO) werden die Regierungen in West- und Zentralafrika dabei unterstützt, die Sicherheit der wichtigsten Schifffahrtsrouten zu verbessern, indem Küstenwachen geschult und ein Netz zum Informationsaustausch zwischen Ländern und Behörden in der Region aufgebaut werden.

Bei der Ankündigung dieses Projekts erklärte Entwicklungskommissar Andris Piebalgs: „Ohne Sicherheit kommt die Entwicklung niemals wirklich bei den Menschen an. Daher ist unser Projekt, mit dem die Verkehrsicherheit in Westafrika verbessert wird, so entscheidend. Indem die Gewässer sicher gemacht werden, tragen wird zur Ankurbelung von Handel und Wachstum sowie zur Schaffung von mehr Möglichkeiten bei, den Lebensunterhalt zu bestreiten, die diese Länder so dringend benötigen.“

Sieben afrikanische Küstenstaaten

Das Projekt läuft im Januar 2013 in sieben afrikanischen Küstenstaaten an: Benin, Kamerun, Äquatorialguinea, Gabun, Nigeria, Sâo Tomé und Príncipe sowie Togo.

Aus dem Golf von Guinea kommen derzeit 13 % der Öl- und 6 % der Gasimporte in die EU. Allerdings stellen Piraterie und bewaffnete Raubüberfälle sowie Drogen, Waffen und Menschenhandel ein echtes Problem für die Sicherheit der Region dar. Allein in Nigeria wurden zwischen 2008 und 2012 98 Fälle von Piraterie, bewaffneten Raubüberfällen auf See und Meeresverschmutzung verzeichnet.

Derzeit leidet die Region unter der fehlenden Koordinierung zwischen den Küstenwachen sowie zwischen den Regionen. Es gibt auch keine gemeinsamen Standards für die Ausbildung im Seeverkehr und keine angemessenen Voraussetzungen für den Informationsaustausch zwischen den beteiligten Ländern.




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