EU-Budget scheitert schon beim Vorspiel
Mit dem Scheitern des EU-Haushalts für 2013 haben EU-Kommission, Parlament und Rat eine neue Ära der Konfrontation eingeläutet. Für die Verhandlungen um den europäischen Haushalt 2014 bis 2020, die in gut einer Woche auf Ministerebene stattfinden sollen, bedeutet dies nichts Gutes.

Bild: EC
Neuer Budgetvorschlag schwierig
Der Rat muss nun einen neuen Budgetvorschlag vorlegen, was sich nicht ganz einfach gestaltet. Denn ein Großteil die eingegangenen Zahlungsverpflichtungen aus dem Nachtragshaushalt sind nicht mehr rückgängig zu machen. Sollte auch der nächste Vorschlag scheitern, müsste der Haushalt für 2013 monatlich fortgeschrieben werden – eine bisher einmalige Situation.
Vergiftete Atmosphäre zwischen Kommission, Rat und Parlament
Die Verhandlungen über den langfristigen Budgetplan 2014 bis 2020, die am 22. und 23. November auf Ministerebene stattfinden sollen, sind inhaltlich nicht mit dem gescheiterten Budget 2013 verknüpft. Dennoch bedeutet der Krach vom Dienstag nichts Gutes. Das bestätigt auch der zypriotische Vorsitzende der Gespräche, Andreas Mavroyiannis, der unmittelbar nach dem Scheitern der Verhandlungen von einer „etwas vergifteten Atmosphäre“ sprach. Dazu hatte auch die Art und Weise beigetragen, wie Parlamentspräsident Martin Schulz die Gesprächsrunde platzen ließ. Er erklärte nämlich am Rand einer Ministerkonferenz, dass sich die Parlamentsabgeordneten nicht mit den Regierungsvertretern an einen Tisch setzen würden. Die erwarteten Verhandlungen waren somit schon zwei Stunden vor ihrem geplanten Start zu Ende.


















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