Montag 20. Mai 2013, 01:16

Bildung & Kultur

EU-Bericht verdeutlicht große geografische Unterschiede in der Bildung

Wo man in Europa lebt, kann sich in hohem Maße auf Bildung und Lebenschancen auswirken. Dies geht aus einem neuen Bericht der Europäischen Kommission zu Bildungsungleichheit in den europäischen Regionen hervor, der zwischen den Mitgliedstaaten und auch innerhalb der einzelnen Länder erhebliche Unterschiede bei den Ausbildungsmöglichkeiten und  ergebnissen aufzeigt.

EU-Bericht verdeutlicht große geografische Unterschiede in der Bildung
EU-Bericht verdeutlicht große geografische Unterschiede in der Bildung
Bild: mailwolfgermany/flickr.com
Die Bildungsleistungen folgen einem Nord-Süd-Gefälle: Die Zahl der Bürgerinnen und Bürger, die höchstens einen Abschluss der Sekundarstufe I haben, ist in den südlichen Regionen Europas, insbesondere Portugal und Spanien, am höchsten. Am niedrigsten ist sie dagegen vor allem im Vereinigten Königreich, in Belgien, den Niederlanden und Schweden. Geografische Ungleichheit in der Bildung gibt es nach wie vor, auch wenn die Mitgliedstaaten sich verpflichtet haben, die Chancengerechtigkeit in der allgemeinen und beruflichen Bildung zu fördern. Der Bericht, der erste seiner Art, fordert die EU-Länder auf, mehr dafür zu tun, dass Chancengleichheit Realität wird.

Geografische Ungleichheit im Bildungsbereich

„Alle europäischen Bürgerinnen und Bürger sollten unabhängig von ihrem Wohnort Zugang zu hochwertiger allgemeiner und beruflicher Bildung haben. Es ist an der Zeit, dass wir Ernst machen und unsere Zusagen einhalten. Wir müssen uns mit der geografischen Ungleichheit im Bildungsbereich befassen, wenn wir zu einer ausgewogenen regionalen Entwicklung und sozialem Zusammenhalt kommen wollen. Die europäischen Strukturfonds können und sollten zu diesem Zweck genutzt werden“, so die für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend zuständige EU-Kommissarin Androulla Vassiliou.

Der Bericht zeigt, dass die Regionen mit dem höchsten Anteil an Personen mit tertiärer Bildung (Bachelor, Master oder vergleichbarem Abschluss) überwiegend im Vereinigten Königreich, in den Niederlanden, in Nordspanien und Zypern zu finden sind. Die geringste Zahl an Absolventen im tertiären Bereich gibt es in Italien, Portugal, Rumänien und der Tschechischen Republik. Der Bericht verweist auch auf erhebliche regionale Unterschiede bei der Weiterbildungsbeteiligung.

Gesamtbericht und Zusammenfassung
 


 




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