Erstes Wirtschaftspartnerschaftsabkommen der EU mit einer afrikanischen Region
Das Handels- und Entwicklungsabkommen, das die EU mit den vier Staaten des östlichen und südlichen Afrika Mauritius, Madagaskar, Seychellen und Simbabwe abgeschlossen hat, ist in Kraft getreten. Die Handelsvereinbarung soll dauerhafte Geschäftschancen eröffnen.

Bild: tokamuwi/pixelio.de
Dauerhafte Geschäftschancen warten
EU-Handelskommissar Karel De Gucht findet reichlich lobende Worte für dieses Abkommen und die Leistung der Verhandlungspartner, welche dieses Abkommen möglich gemacht haben. „Mit dieser Handelsvereinbarung hoffen wir, zur Entwicklung unserer Partner im östlichen und südlichen Afrika beizutragen und bessere, dauerhafte Geschäftschancen zu eröffnen“, schwärmt der Kommissar.
Stärkung der regionalen Integration
Das Abkommen geht auf bereits 2000 in die Wege geleiteten Bemühungen der Staaten in Afrika, im Karibischen Raum und im Pazifischen Ozean (AKP) einerseits und der EU andererseits zurück. Mit dem Cotonou-Abkommen wurde der Weg zu Handels- und Entwicklungsbeziehungen geebnet, um Warenverkehr, Dienstleistungen, handelsbezogene Regelungen und die Entwicklungszusammenarbeit zu erleichtern. Die Eckpfeiler des Konzepts liegen in der Stärkung der regionalen Integration. Zugleich sollten effizientere regionale Märkte mit berechenbaren, stabilen Regeln geschaffen werden. Die EU-Entwicklungszusammenarbeit zu untermauern war ebenso vorgesehen wie die institutionellen Kapazitäten und die Produktionskapazitäten der AKP-Staaten zu stärken und notwendige Anpassungsprozesse zu unterstützen.
Aktuelle Handelszahlen
2011 beliefen sich die EU-Importe aus den vier Ländern des östlichen und südlichen Afrika auf zwei Milliarden Euro. Es war überwiegend verarbeiteter Thunfisch, Kaffee, Rohrzucker, Textilien, Tabak sowie Schnittblumen und Metalle. Die Exporte beliefen sich im gleichen Zeitraum auf 1,7 Milliarden Euro. Dabei ging es überwiegend um Maschinen, Fahrzeuge, Arzneimittel und Chemikalien.
WPA-Verhandlungen mit anderen AKP-Regionen
In der letzten Zeit haben die WPA-Verhandlungen mit anderen afrikanischen Regionen zunehmend an Intensität gewonnen. Auf technischer Ebene konnten mit der Ostafrikanischen Gemeinschaft und mit Westafrika beachtliche Fortschritte erzielt werden. 2012 sollte es möglich sein, weitere Vereinbarungen erfolgreich unter Dach und Fach zu bringen. Was die Zukunft bringt, so ist durchaus Optimismus angebracht.


















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