Eröffnung der Forschungsplattform "Europäische Integrationsforschung"
Das Institut für europäische Integrationsforschung (EIF) wurde neu an der Universität Wien als interfakultäre Forschungs- und Lehrplattform verankert und mit einem Symposium feierlich eröffnet.

Bild: Inst. f. europ. Integrationsforschung/APA-Fotoservice/Hinterramskogler
Übertragung des Instituts von der ÖAW an die Universität
"Die Eröffnung der Forschungsplattform 'Europäische Integrationsforschung' an der Universität Wien ist in mehrerlei Hinsicht ein gelungenes Beispiel für die österreichische Forschungspolitik der vergangenen Jahre", so Barbara Weitgruber, Sektionschefin der Sektion II (Wissenschaftliche Forschung und internationale Angelegenheiten) im Wissenschafts- und Forschungsministerium. Die Übertragung des Instituts von der ÖAW an die Universität haben für beide Einrichtungen und die Forscherinnen und Forscher einen Mehrwert. "Darüber hinaus wird die Universität Wien in ihrer Profilbildung gestärkt und das Forschungsportfolio der ÖAW wird geschärft." Für Sektionschefin Weitgruber ist die neue Forschungsplattform auch "Ausdruck der positiven Weiterentwicklung des Forschungsstandorts Österreich, der Förderung der Grundlagenforschung und der bestmöglichen Nutzung vorhandener Ressourcen".
Europäisierung der Politik ernster nehmen
In der anschließenden Podiumsdiskussion mit Gertrude Tumpel-Gugerell, Heinrich Neisser, Silvia Angelo und Franz Fischler wurde die Krise auch in Hinblick auf Österreich thematisiert. Auswirkungen auf das - vergleichsweise milde, aber dennoch - betroffene Österreich wurden auf mehreren Ebenen diskutiert (Banken, politisches System, Politikfelder wie die Landwirtschaft) und teilweise divergierende Standpunkte wurden benannt (z.B. aus Arbeitnehmer- versus Arbeitgebersicht). Insgesamt wurde gefordert, die Europäisierung der Politik ernster zu nehmen. Als in Österreich vollziehbare praktische Änderungen wurden verstärkte europapolitische Diskurse empfohlen, auch um Populismus vorzubeugen; sowie mehr praktische Erfahrungen auf EU-Ebene, beispielsweise für Nationalratsmitglieder, am besten noch vor ihrem nationalen Amtsantritt. Einig war man sich schließlich, dass auch ein kleines Land in der EU mit guten Ideen überzeugen könne.


















Kommentar hinzufügen